Allein die Risse in der Eingangshalle der Pinakothek der Moderne werden den Freistaat rund 750.000 Euro kosten. Das teilte Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) in München mit.
05.03.2012, 15:51 Uhr
Laut einem Gutachten sind unterschiedliche Materialbewegungen der Grund für die Risse in der Wand. Die Sanierung müsse mit den bereits fest geplanten Schauen wie der großen «Frauen»-Ausstellung mit Werken von Pablo Picasso, Max Beckmann und Willem de Kooning, die Ende März startet, vereinbart werden. Darum sei noch nicht klar, wann die Arbeiten beginnen können und ob das Haus für die Zeit der Renovierung geschlossen werden müsse. Im Herbst 2011 waren die Mauerrisse entdeckt worden. Das Haus musste daraufhin vorübergehend gesperrt werden, ein Baugerüst wurde aufgestellt.
Der Minister sieht auch bei anderen bayerischen Kultureinrichtungen riesigen Sanierungsbedarf. Museen, Theater, Bibliotheken und Archive brauchten in den kommenden Jahren für den Erhalt ihrer Gebäude 700 Millionen Euro aus der bayerischen Staatskasse. Rund die Hälfte davon hat der Landtag bereits genehmigt. Einige Projekte wie die mehr als 70 Millionen Euro teure Renovierung des Münchner Gärtnerplatztheaters seien bereits in Angriff genommen worden - das Haus ist von Mai bis 2015 für die Sanierung geschlossen. Den größten Bedarf haben die Museen, wie Heubisch am Montag in München sagte. In den kommenden Jahren stünden große Projekte wie die Sanierung des Hauses der Kunst und der Neuen Pinakothek in München an.
Bild: Guido Wörlein, München, Wikipedia / dpa-infocom / ms