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Corona-Krise: Söder erwartet Maskenpflicht

Nach dem Ende der Ausgangsbeschränkungen ist eine Maskenpflicht hochwahrscheinlich, sagte Ministerpräsident Markus Söder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erwartet im Zuge der Corona-Krise eine Maskenpflicht. „Natürlich wird es am Ende eine Form von Maskenverpflichtung geben“, sagte er am Dienstag in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung. Dies sehe
er als hochwahrscheinlich an.

Nach Ostern soll besprochen werden, ob und wann die ersten Geschäfte wieder öffnen und wie es in der Krise weitergeht. 

Söder erwähnte das österreichische Modell als mögliches Vorbild für Bayern – Österreich sei Bayern in der Krise rund drei Wochen Voraus. In Österreich sollen zunächst nur sehr kleine Geschäfte geöffnet werden. Man werde für Bayern vor allem in Supermärkten mögliche Maskenpflichten diskutieren. Freiheit und Sicherheit müsse in die richtige Balance gebracht werden. 

Markus Söder wies darauf hin, dass auch jetzt schon jeder Einzelne die Möglichkeit habe, freiwillig, z.B. eine selbstgenähte Maske zu tragen um andere zumindest ein bisschen zu schützen.

„Solange es keinen Impfstoff gibt, müssen wir lernen, damit gut umzugehen.“

Markus Söder

Eine zu frühe Lockerung der Maßnahmen – ohne Impfstoff –  könnte einen erneuten, explosionsartigen Ausbruch der Infektionen verursachen.

Der Ministerpräsident sprach von einem positiven Trend – die Verdopplungsrate der Infizierten sei mittlerweile auf unter 5 Prozent gesunken. Allerdings seien die getroffenen Maßnahmen dafür ausschlaggebend gewesen. Solange es noch keinen Impfstoff gebe, gäbe es keinen Grund zur Entwarnung, so Söder.

Pflegebonus für Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeheimen

Wer über 25 Stunden pro Woche in Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen und im Rettungsdienst arbeitet soll einen Bonus von 500 Euro erhalten.

„Das heißt nicht, das andere auch viel arbeiten. Wir müssten eigentlich noch viel, viel mehr Boni ausgeben.“

Melanie Huml, Gesundheitsministerin

Die Ministerin appellierte an die Bürgerinnen und Bürger, nach wie vor Abstand zu halten und möglichst zuhause zu bleiben – auch über die Osterfeiertage.

Produktion von Beatmungsgeräten in Bayern

Die bayerische Regierung plant außerdem die Produktion von Beatmungsgeräten im Land. Falls die vorhandenen Kapazitäten im Zuge der Krise nicht ausreichten, wolle man so weit sein, Produkte aus heimischer Produktion anbieten zu können, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). 

Zudem sei man dabei, die Produktion von Atemschutzmasken massiv auszubauen und diese aus China zu importieren. Auch die Versorgung mit Desinfektionsmitteln werde vorangetrieben. In der laufenden Woche würden 250 000 Liter Handdesinfektionsmittel ausgeliefert, in der kommenden weitere 900 000 Liter, sagte Aiwanger.

Pressekonferenz mit Markus Söder vom 7. April


07. April 2020, 12:05 CEST, Aufmacher-Bild: Peter Kneffel, az