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Süße Quittung: Bäcker aus dem Landkreis Erding reagiert auf Bonpflicht

Vor allem Geschäften mit vielen Mini-Einkäufen, wie zum Beispiel Bäckern, geht die neue Bon-Regelung gehörig auf den Geist. So kreativ reagierte jetzt die Bäckerei Ways im Landkreis Erding auf die Kassenbonpflicht.

Ein Bäcker im Landkreis Erding hat auf die umstrittene Kassenbonpflicht mit einer süßen Faschingsidee reagiert: Krapfen mit einer eingebackenen Quittung aus Zucker. «Wir hätten nicht gedacht, dass die Idee so gut ankommt», sagte Nicole Helbig, Verkäuferin in der Bäckerei Ways in Moosinning. Gut 200 der «Kassenbonkrapfen» gingen täglich über die Theke, sagte sie am Sonntag. Normalerweise verkauften sie ein Viertel davon.

Seit Jahresbeginn müssen Händler mit elektronischen Kassensystemen ihren Kunden bei jedem Kauf unaufgefordert einen Beleg aushändigen. Mit der bereits Ende 2016 beschlossenen sogenannten Belegausgabepflicht will der Gesetzgeber Steuerbetrug über Mogelkassen verhindern. Die Regelung wird von vielen als bürokratisch kritisiert; vor allem Bäcker mit Laufkundschaft, die in der Regel keine Kassenbons haben will, fürchten überflüssige Müllberge.

Den eingebackenen Bon aus sogenanntem Fondant hat der Bäcker in Moosinning mit einem Lebensmitteldrucker wie einen echten Kassenbon gestaltet. Die Kunden seien alle sehr begeistert, doch die Aktion werde nach Fasching wieder beendet, sagte Helbig. Denn: «Den Papierbon müssen wir trotzdem austeilen», sagte sie. Es sei ja schließlich Vorschrift.


27. Januar 2020, 07:58 CET, Aufmacher-Bild: Tobias Hase, az