Wiesn will Klima schützen – Lebkuchen essen für die Umwelt

Das Münchner Oktoberfest feilt weiter an seiner Umweltengagement. Der Verkauf von Lebkuchen-Klimaherzen soll in diesem Jahr erstmals dazu beitragen, den Ausstoß von Kohlendioxid zu senken.

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22.08.2012, 14:44 Uhr

Ein Teil des Kaufpreises soll in Projekte fließen, mit denen die Emissionen des klimaschädlichen Gases verringert werden. «Das Ziel ist, dass Klima- und Umweltschutz Spaß machen sollen», sagte der Initiator der Aktion, Izai Amorim, am Mittwoch in München.

Um das größte Volksfest der Welt, das vom 22. September bis 7. Oktober dauert, insgesamt klimaneutral zu machen, müssten Millionen Herzen mit der Aufschrift «Wiesnklimafreunde» verkauft werden. Doch darum gehe es nicht. Vielmehr will Amorim über die Herzen Besucher für sein Coaching gewinnen, bei dem er als «Mr. Cool Ness» den Teilnehmern beibringt, wo sie CO2 sparen können. «Anfänger» in Sachen Umwelt könnten so ein bis zwei Tonnen CO2 im Jahr sparen. Wenn nur jeder Tausendste der erwarteten gut sechs Millionen Besucher mitmache, sei der C02-Ausstoß der Wiesn kompensiert.

Festwirt Christian Schottenhamel sagte, die Wiesnwirte arbeiteten seit Jahren an ihren Klimakonzepten. Schon jetzt werde etwa das Spülwasser für die Bierkrüge anschließend für die Toiletten verwendet. Auch Biostrom und Biogas sollen die Ökobilanz aufbessern.

dpa-infocom / ak