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Söder und Merkel treffen bayerische Landräte und Oberbürgermeister virtuell

Was sind die Sorgen in der Corona-Krise in München, was die Wünsche im Landkreis Erding oder Starnberg? Beim großen Bayerischen Corona-Gipfel sind heute Kanzlerin Merkel, Ministerpräsident Söder und Bundegesundheitsminister Spahn mit allen Oberbürgermeistern und Landräten aus Bayern zu einer Videoschalte zusammengekommen.

Wann könnte es Öffnungen in Bayern geben? Wie könnte der weitere Weg durch die Krise aussehen?  Darum ging es heute beim großen Bayerischen Corona-Gipfel. Landräte und Oberbürgermeister aus München, der Region und ganz Bayern haben sich heute Vormittag mit Kanzlerin Merkel, Gesundheitsminister Spahn und Ministerpräsident Söder zusammengeschaltet um sich zu beraten.

Im Anschluss an die Videoschalte lobte Söder die Beratungen als „konstruktiv“.  Kein Landrat, kein Oberbürgermeister habe dabei radikale Öffnungen gefordert. Laut Söder seien sich allerdings auch alle einig gewesen, dass es bei weiterhin niedrigen Inzidenzen Öffnungsperspektiven für den Handel gibt.

Bis zur Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März wolle man  die Entwicklung der Zahlen beobachten. Dann könne man weitere Schritte gehen – beispielsweise könnten dann auch Grundschulen wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren, insofern die Zahlen es zulassen.  Außerdem sollen in der Zwischenzeit Konzepte überlegt werden, wie man  Handel und Co. wieder öffnen könnte, ohne erneut die Kontrolle über zu schnell steigende Zahlen zu verlieren. Zum Thema Osterurlaub sagte der bayerische Ministerpräsident, dass sich in den nächsten drei Wochen entscheiden werde, ob Reisen dann möglich sein werden.

Auch das Impfen sei ein Thema der Beratungen gewesen, sagt Söder am Freitagnachmittag. Man wolle die Kapazität der Impfzentren ausbauen, auch sollen Impfungen beim Arzt möglich werden. Im Hinblick auf die Verteilung des umstrittenen Astrazeneca-Impfstoffes sagte Söder,  ein „Zwei-Klassen-System“ solle verhindert werden. Man werde den Impfstoff wie empfohlen nur an Menschen unter 65 Jahren verimpfen.

Söder möchte außerdem gerade die ostbayerischen Regionen nicht außer Acht lassen – dort sind teilweise die höchsten Inzidenzen in ganz  Deutschland vertreten. Grund dafür sind die Grenzübergänge zu den Mutationsgebieten Tirol und Tschechien.

Am Mittwoch hatte der bayerische Ministerpräsident einen groben Stufenplan für weitere Öffnungen in Bayern skizziert: zunächst Gärtnereien und eine Lockerung der Kontaktregeln, dann der Einzelhandel, danach Sport und Kultur. Termine hierfür nannte er aber nicht – allerdings auch keine neuen Inzidenz-Schwellen unterhalb vom Wert 35. Vor allem Gastronomie und Tourismus müssen sich demnach aber noch gedulden. Offen ist nach wie vor, wann Schüler ab Klasse fünf wieder zurück in ihre Schulen dürfen.

Zuletzt hatte auch Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter Lockerungen für München gefordert.

„Gerade im Einzelhandel, in der Gastronomie und im Kulturbereich wurden bereits letztes Jahr umfassende Hygienekonzepte erfolgreich umgesetzt. Eine Öffnung in diesen Bereichen bei stabil niedriger 7-Tage-Inzidenzzahl von unter 35 wäre aus meiner Sicht verhältnismäßig.“

Dieter Reiter

Seit Mittwoch liegt München unter der 30er-Marke. Für heute (19.02.) meldet das Robert-Koch-Institut einen Wert von 29,3.


19. Februar 2021, 07:15 CET, mit dpa, Aufmacher-Bild: Hannibal Hanschke, az