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Kind infiziert: Sechs Corona-Fälle in Bayern

Mittlerweile ist die Zahl der Corona-Patienten in Bayern auf sechs gestiegen. Es handelt sich um Mitarbeiter des Automobilzulieferers Webasto - und ein Kind.

+++ UPDATE vom 31. Januar: +++

In Bayern ist ein weiterer Mensch nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Es handelt sich um das Kind eines infizierten Mannes aus dem Landkreis Traunstein, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Freitag in München mitteilte. Damit ist zum ersten Mal in Deutschland ein Familienmitglied eines schon Infizierten erkrankt.

Insgesamt gibt es im Freistaat nun sechs bestätigte Coronavirus-Fälle. Bis auf das Kind sind alle Mitarbeiter des oberbayerischen Autozulieferers Webasto. Dort war vergangene Woche eine infizierte Kollegin aus China zu Gast, die ihre Erkrankung erst auf dem Rückflug bemerkt hatte.

Die Patienten sind in einem stabilen Zustand

Alle Betroffenen befinden sich nach Angaben von Ärzten derzeit in einem stabilen gesundheitlichen Zustand, wie das Ministerium weiter mitteilte. Im Falle des Infizierten aus Traunstein soll die ganze Familie in einer Klinik in Trostberg untergebracht sein. Die Familie soll zwei Kinder bis fünf Jahre sowie ein Baby im Alter von 6 Monaten.  Das älteste Kind soll am Virus erkrankt sein.

Die Tests von weiteren Personen, die ebenfalls bei Webasto in Gauting-Stockdorf (Landkreis Starnberg) arbeiten, brachten bis zum Freitagmittag (Stand 12.00 Uhr) keinen weiteren positiven Befund. Weitere Einzelheiten will das Ministerium im Laufe des Freitagabends mitteilen.

«Die bisher ermittelten Kontaktpersonen sollen sich häuslich isolieren und sich mit Angaben zu ihrem Gesundheitsstatus fortlaufend beim Gesundheitsamt melden»,  

so ein Sprecher.

110 Kontaktpersonen aus der Firma werden dieser Tage auf das neuartige Virus getestet. 

Den vier Münchner Corona-Patienten geht es weiterhin sehr gut. Der behandelnde Chefarzt konnte aber noch nicht sagen, wann sie aus der Isolation entlassen werden können. Noch seien die Proben positiv.


Meldung vom 30. Januar 2020:

Nur eine Frau hatte Fieber und Husten

Die vier Patienten werden weiterhin im Klinikum Schwabing behandelt. Zwei liegen in isolierten Einzelzimmern, zwei in einem Doppelzimmer. Und es kommt offenbar Langeweile auf.

„Die vier sind pumperlgsund – denen ist so langweilig, dass sie uns ständig mit der Entlass-Frage nerven“

Clemens Wendtner, behandelnder Chefarzt von der Münchner Klinik Schwabing

Nur eine der vier hätte zwischenzeitlich Fieber und Husten gehabt, inzwischen zeigen aber laut Wendtner alle vier keinerlei Symptome des Coronavirus mehr.

Entlassung noch unklar

Wann genau die Webasto-Mitarbeiter das Krankenhaus verlassen können, ist aber weiter unklar. Sie werden laut Wendtner nicht entlassen, solange sie positiv auf das neuartige Coronavirus getestet werden. Jeden Tag würde ein Abstrich genommen.

Die Station befindet sich übrigens in einem gesonderten Gebäude auf dem Klinik-Gelände in Schwabing. Der sonstige Klinikbetrieb laufe ohne Beeinträchtigung.

Ergebnisse von weiteren Mitarbeitern werden erwartet

Heute Abend erwartet Webasto die Testergebnisse von 40 weiteren Mitarbeiter – alles Personen, die mit den vier Patienten engeren Kontakt hatten. Sie sind aktuell alle zuhause in Quarantäne.

„Die Kontaktpersonen sollen vorerst zuhause bleiben und den Kontakt zu anderen Menschen meiden“

Andreas Zapf, Präsident des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Alle Kontaktpersonen zu dem ersten Patienten in Deutschland, hätten angegeben, dass sie sich gesund fühlen.


31. Januar 2020, 14:07 CET, News