Der Olympische Geist weht wieder durchs Olympiastadion

Die Münchner Sportjugend ist im Mai 2018 zum dritten Mal Gastgeber für rund 700 Jugendliche anläßlich der 16. Städteolympiade.

Treffen sich bei den „echten“ Olympischen Spielen Athleten aus der ganzen Welt, so kommen im Mai 2018 jugendliche Sportler aus dem Osten und Westen Deutschlands in München, im Olympiastadion zusammen. Als Reaktion auf die Wiedervereinigung rief der Arbeitskreis Sportjugenden süddeutscher Großstädte und Partnerstädte 1990 die alle zwei Jahre stattfindende Städteolympiade ins Leben. An ihr nehmen neben der bayerischen Landeshauptstadt auch die westdeutschen Städte Frankfurt am Main, Karlsruhe, Mannheim, Stuttgart und Nürnberg sowie die ostdeutschen Kommunen Dresden, Leipzig und Halle an der Saale teil. Die Münchner Sportjugend ist nach 1992 und 2008 bereits zum dritten Mal Gastgeber.

Die Olympioniken

Für die Veranstaltung vom 4. bis 6. Mai 2018, die standesgemäß im Münchner Olympiastadion ausgerichtet wird, konnten prominente Schirmherren gewonnen werden. Oberbürgermeister Dieter Reiter und Günther Lommer erklärten die Städteolympiade zur „Chefsache“. Die rund 700 Teilnehmer sind (noch) keine Leistungssportler und dürfen in keinem Landeskader vertreten sein. Die „Olympioniken“ sind zwischen 12 und 14 Jahre alt. Sie treten in den Einzelsportarten Judo und Tischtennis sowie der breitensportlich angepassten Disziplin Fußball-Mixed, der Trendsportart Streetball und der fast „ausgestorbenen“ Sportart Feldhandball gegeneinander an. Jede Stadt entsendet eine Auswahlmannschaft, die aus 72 Mitgliedern bestehen darf. Die Auswahl erfolgt durch die lokalen Sportverbände.

Selbstverständlich möchte die Münchner Sportjugend mit einem starken Team vertreten sein. „Wir wollen gute Gastgeber sein und den Teilnehmern ein Wochenende auf den Olympischen Spuren ermöglichen “, sagt Vorsitzende Michaela Regele. Denn bei der Städteolympiade wird der Olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“ im wahrsten Wortsinn gelebt.

Olympischer Geist im Olympiastadion

Dass nach 1972 wieder der Olympische Geist durchs Olympiastadion weht, freut auch Dieter Reiter. „Breitensport-Veranstaltungen wie die Städteolympiade wecken vielleicht die Lust darauf, selbst mehr Sport zu treiben oder eine neue Sportart auszuprobieren. Außerdem gibt es ohne Breite keine Spitze, auch deshalb fördert die Stadt München nachhaltige Breitensport-Veranstaltungen wie die Städteolympiade gerne“, erklärt der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt.

Was es bedeutet, Olympisches Edelmetall zu erringen, weiß Paul Barth. Er gewann 1972 die Bronzemedaille im Judo und ist Pate der 14. Städteolympiade. „Bei so einer Veranstaltung können junge Sportler und Sportlerinnen viele Erfahrungen sammeln. Die Reise im Team, der Wettkampf für die Heimatstadt, der Anspruch, vor vielen Zuschauern die beste Leistung bringen zu wollen, das ganze Umfeld einer Großveranstaltung“, weiß der 75-Jährige: „Weil die Wettkämpfe eine wunderbare Ergänzung zu den offiziellen Meisterschaften der Verbände sind und Talente hervorbringen können, unterstütze ich die Städteolympiade gerne“.

So wird es für die jungen Sportlerinnen und Sportler eine große Ehre sein, von einem echten Olympioniken die Medaillen in der historischen Stätte entgegennehmen zu können. Marion Schöne, Chefin des Olympiaparks, gab ihr Okay dafür gerne. „Der Olympiapark ist für den größten Sportevent der Welt gebaut worden und mit der Städteolympiade können wir unseren Park einer Zielgruppe präsentieren, die für unsere Zukunft wichtig ist und für die die Spiele von 1972 nicht mehr so präsent sind. Ich finde es wunderbar, wenn sich die Sportlerjugend aus ganz Deutschland hier trifft.“

Münchner Sportjugend


25. August 2017, 00:00 CEST, Pressematerial: Münchner Sportjugend, ck