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Die Arabella Top 10: Tipps für die erfolgreiche Pilzsuche

Die Schwammerlsaison hält an! Zahlreiche bayerische Pilzfreunde zieht es aktuell in die Wälder - denn das wechselhafte Sommerwetter lässt die begehrten Leckerbissen sprießen. Auf was sollten Sie bei der Suche achten? Wo lauern Gefahren? Und wie können Sie genießbare Pilze bestens zubereiten? Wir haben 10 Tipps für Sie!

Pilzkorb

1. Das perfekte Wetter zum Schwammerlsuchen

Geübte Sammler wissen, dass es sich bei bestimmten Wetterbedingungen lohnt, in den Wald zu gehen. Doch welches Wetter lieben die Waldpilze besonders? Drei Bedingungen lassen sie nur so aus dem Boden schießen: Eine eher warme Lufttemperatur wie zum Beispiel im August. Ausreichend Feuchtigkeit durch wiederkehrenden Regen. Und schwüles Sommer- oder Herbstwetter.


2. Wo suche ich am besten nach Pilzen?

Für Anfänger ist es ratsam, erst mal im Nadelwald bei Fichten und Kiefern zu suchen. Hier gibt es zwar weniger Arten – aber auch eine geringere Verwechslungsgefahr bei den Pilzen. Oft wachsen hier Pfifferlinge, Steinpilze oder Maronen. Laubwälder beheimaten zwar deutlich mehr Pilzarten – dafür aber auch zahlreiche giftige Exemplare. Hier sollten sich eher Erfahrene auf die Suche begeben.

Pilze im Korb

Bild: Mystik001 / Pixabay License


3. Was nehme ich mit auf die Pilzsuche?

Wetterfeste Kleidung ist ein Muss für jeden Schwammerlsucher. Zudem sollten Sie einen Korb mit sich führen, in dem sie die gefundenen Leckerbissen transportieren können – sie bekommen so genug Luft. In Tüten oder Taschen können selbst essbare Pilze giftige Stoffe entwickeln. Auch ein kleines Messer sollte zur Ausrüstung gehören. Die Delikatessen sollten nämlich immer abgeschnitten werden. Nur so können andere nachwachsen.


4. So bestimme ich Pilze richtig

Bevor Sie Pilze in Ihr Körbchen legen und gegebenenfalls daheim verzehren, ist es essenziell, sich über den jeweiligen Pilz zu informieren. Ein wichtiger Beginnertipp: Sammeln Sie nur Pilze, die eindeutig bestimmt werden können und die Sie kennen! Belesen Sie sich in einem Pilzratgeber – dort wird oft beschrieben, wie man genießbare Exemplare von ungenießbaren oder gar giftigen Schammerln unterscheiden kann. Der Geruch oder der Blick unter den Schirm sind sehr wichtig. Eine Restgefahr bleibt jedoch! Wir empfehlen deshalb: Die Pilze vor dem Verzehr von einem Experten checken lassen.

Bild: Bodo Schackow


5. Pilzberatung vom Experten

Die Stadt München hat Pilzbegeisterten mehrere Stationen eingerichtet, in denen auch Sie Ihre Ausbeute von einem Experten überprüfen lassen können. Bis zum 18. Oktober 2021 geht das Programm: Immer montags warten in zwei Einrichtungen die Spezialisten auf Sie. Im Pasiner Rathaus findet die Beratung von 8:30 bis 11:30 Uhr statt. Im Rathaus am Marienplatz können Sie die Schwammerl von 10 bis 13 Uhr und von 16:30 bis 18 Uhr überprüfen lassen. Die Bayerische Mykologische Gesellschaft hat ebenfalls eine Liste mit weiteren bayerischen Pilzberatern und -beraterinnen veröffentlicht, die für Sie bereitstehen.


6. Pilzapp

Das Smartphone ist meist überall dabei – warum auch nicht zur Pilzsuche nutzen? Für Android und IOS gibt es zahlreiche Apps, wie „Pilzator“ „Pilzführer Lite“, „Meine Pilze“ oder „Pilz Erkenner“, die bei der Bestimmung helfen sollen. Einfach den gefundenen Schwammerl abfotografieren und die Anwendung spuckt Details dazu aus. Doch Achtung: Die Apps sind nicht hundertprozentig sicher und sollten daher nur als grobe Richtlinie dienen!

Knollenblätterpilz

Bild: Pixabay License


7. Die giftigsten heimischen Pilze

Bei diesen Exemplaren ist absolute Vorsicht geboten – sie sind extrem giftig!

Der Knollenblätterpilz: In unseren heimischen Wäldern taucht entweder der grüne oder weiße Knollenblätterpilz auf. Beide sind hochgiftig und für die meisten Pilzvergiftungen verantwortlich. Bei zu später Behandlung verursachen sie irreparable Leberschäden, die zum Tod führen können.

Gifthäubling: Dieser braune Pilz wächst oft in kleinen Gruppen in Nadelwäldern. Schon 100 Gramm können tödlich wirken.

Orangefuchsiger Raukopf: Die hellbräunliche Farbe des Schwammerl führt in die Irre: Denn beim Verzehr werden lebensgefährliche Nierengifte freigesetzt. Bis die Vergiftung auffällt, können bereits mehrere Wochen vergangen sein.

Weitere: Karbolegerling, Frühjahrs-Lorchel, Kahler Krempling


8. Die besten heimischen Pilze

Der Steinpilz: Er zählt wohl zu den beliebtesten Speisepilzen. Die Hutfarbe ist hellbraun, der Stiel kräftig und häufig weiß. Der Geruch ist äußerst angenehm – der Geschmack leicht nussig.

Der Pfifferling: Durch seine besondere Trichterform und dem gelb-braunen Erscheinungsbild fällt der Pfifferling sofort ins Auge. Doch er ist auch ein absoluter Gaumenschmaus und darf daher bei vielen Pilz-Gerichten nicht fehlen.

Der Maronen-Röhrling: Er ist verwandt mit dem Steinpilz – hat aber ein viel dunkleres Aussehen. Der Geschmack ist ebenfalls sehr köstlich und intensiv.

Pfifferlinge

Bild: Barbroforsberg/ Pixabay License


9. Achtung, Verwechslungsgefahr!

Bei der Pilzsuche ist generell immer Vorsicht geboten – denn einige Speisepilze haben einen extrem giftigen Zwilling!

Wiesen-Champignon vs. Knollenblätterpilz: Beide sind weiß und haben eine ähnliche Form.

Parasolpilz vs. Spitzschuppiger Schirmling: Sie haben beide zahlreiche dunkle Hutschüppchen.

Stockschwämmchen vs. Gifthäubling: Diese Schwammerl haben beide eine hellbraune Farbe und sind in kleinen Gruppen aufzufinden.


10. Pilzrezept-Ideen

Pilze sind eine wunderbare Ergänzung für zahlreiche Gerichte. Wie wäre es denn zum Beispiel mit einem Steinpilzrisotto? Gefüllte Champignons sind die perfekte Grillbeilage – passen super zu Fleisch oder können auch als Hauptgericht verzehrt werden. Pilze eignen sich auch wunderbar als nussige Komponente in jedem Gemüsegericht. Der bayerische Klassiker ist aber wohl die Schwammerlbrühe mit Semmelknödeln.


01. September 2021, 09:00 CEST, Aufmacher-Bild: Pixabay License, kotzian