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Expressbusse in München sollen den Stau austricksen

Der MVV plant, dass Expressbusse auf der Autobahn über die Standspur am Stau vorbeifahren - bei den Handytickets steht eine große Neuerung an

Osterferien, Stau

Hach, einfach kurz auf die Standspur und am Stau vorbeifahren… Ein Gedanke, der dem ein oder anderen Autofahrer im Stau mit Sicherheit schon mal durch den Kopf gegangen ist. Mit dem Münchner Verkehrsverbund (MVV) könnte das bald Realität werden.

Expressbus auf dem Standstreifen

Der MVV will, dass die Autofahrer überhaupt nicht auf die Idee kommen, bis in die Stadt zu fahren. Sie sollen noch vor den Staus an den Autobahnenden auf Pendler-Parkplätze gelotst werden und sich dort in Expressbusse setzen. Und diese Busse sollen sie dann zur Not über die Standspur auf der Autobahn zu den S-Bahn- und U-Bahn-Stationen bringen.

„Das ist was, was wir jetzt mit dem Freistaat und der Autobahndirektion diskutieren. Aber nur dann macht das Sinn, ich muss an dem Stau vorbei, dann steigen die Leute um“

Dr. Bernd Rosenbusch, Geschäftsführer des MVV

Ein anderes Bussystem hat der MVV schon festgenagelt. Ab Ende 2021 soll ein Netz von Ringbussen die Umlandkreise und S-Bahn-Äste verbinden. Fahren sollen sie im 20-Minuten-Takt, von 05:00 bis 22:00 Uhr.

Große Neuerung bei den Handytickets

Die MVV-Nutzer sollen ab Juni auch die Möglichkeit bekommen, Zeitkarten über die App zu kaufen. Sprich Monats- oder Streifentickets. Der MVV hat in dieser Sache mit der Fälschungssicherheit das größte Problem beseitigt. Zusammen mit seinen Partnern hat der MVV ein Sicherheitsmodul entwickelt, das laut Rosenbusch in dieser Art bundesweit einmalig ist.

„Der hinterlegte Code ändert sich alle paar Sekunden, sodass sie theoretisch das Ticket alle paar Sekunden fälschen müssten – das kann kein Mensch“

„On-Demand“-Verkehr in Fürstenfeldbruck

Der Landkreis Fürstenfeldbruck darf sich noch auch noch auf eine weitere Neuerung freuen. „On Demand“-Verkehr, der den Kunden laut Rosenbusch in jeden kleinen Weiler bringt. Dieses System hat der MVV extra auf Anfrage für den Landkreis entwickelt. In der MVV-App ist ein Ruftaxi integriert, der Preis dafür ist schon im Monats- oder Streckenticket enthalten. Heißt also, man kann mit der S-Bahn raus nach Fürstenfeldbruck und bucht sich in der App gleich das Ruftaxi mit.


13. Februar 2020, 07:19 CET, Aufmacher-Autos stauen sich auf einer Autobahn. Foto: Markus Scholz/Archivbild, News