Freising: Typisierungsaktion am 18.02. für Niclas und Noah

Niclas (16) und Noah (20) teilen das gleiche Schicksal: Sie leiden schon in jungen Jahren an einer bösartigen Erkrankung des blutbildenden Systems, die nur noch durch eine Stammzelltransplantation geheilt werden kann.

Leukämie, Typisierungsaktion

Die Suche nach dem passenden Spender im weltweiten Spendernetz läuft, aber die Eltern und Freunde der Betroffenen wollen ihren Beitrag leisten, den Spenderpool zu erweitern. Zusammen mit der Stiftung AKB haben sie eine Typisierungsaktion organisiert, in der sich alle gesunden Menschen zwischen 17 und 45 Jahren als potenzielle Lebensretter registrieren lassen können. Je mehr freiwillige Spender sich in die weltweite Spenderdatei der AKB aufnehmen lassen, umso größer wird die Chance, für Niclas, Noah und viele andere Patienten einen Lebensretter zu finden. Aber auch mit Geldspenden kann ein entscheidender Beitrag geleistet werden – eine einzige Typisierung schlägt mit 50 Euro Kosten für die aufwendige Laboranalyse zu Buche. Bereits mehr als 25.000 Euro wurden im Rahmen der kommenden Typisierungsaktion gespendet, wodurch die Finanzierung der Typisierungskosten von 500 neuen Spendern bereits gesichert ist.

AKB

Typisierung am Samstag, 18.02.2017 – 10.00 bis 16.00 Uhr in FREISING:
TU München/Wissenschaftszentrum Weihenstephan, Gregor-Mendel-Str. 2 / im Foyer
und
Josef-Hofmiller-Gymnasium, Vimystr. 14 / in der Aula

Die Eltern der beiden betroffenen Jungen richteten auf der Pressekonferenz einen eindringlichen Aufruf an die Menschen in Freising und Umgebung: „Ihr könnt Leben retten!“. Durch die beispiellose Hilfsbereitschaft und Unterstützung bei der Organisation der Aktion und das Mitgefühl von Angehörigen, Freunden und Mitbürgern haben sie wieder an Kraft und Zuversicht gewonnen.

Auch Uwe Gerlsbeck, Bürgermeister von Kirchdorf an der Amper, schloss sich dem deutlichen Appell zur Typisierung an. Er bedankte sich für die massive Unterstützung der Aktion und hofft auf das Engagement seiner Mitbürger.

Vincent Kammerloher, der selbst durch eine Stammzellspende geheilt werden konnte, berichtete über sein eigenes, glücklich überstandenes Schicksal. Für ihn zählt es, im Kampf gegen Leukämie zusammenzustehen. Steffen Hamann vom FC Bayern München, der die Aktion unterstützt, überreichte den Eltern handsignierte Trikots für Niclas und Noah. 

Schließlich beschrieben Martin Prankl und Claus Schröcker, welch ergreifendes Gefühl es ist, einem Patienten die Hoffnung auf ein gesundes Leben schenken zu können. Die Belastungen rund um die Stammzellspende bezeichnete Prankl als vernachlässigbar im Vergleich zum Leidensweg eines Patienten und zum Ergebnis, das die eigenen Stammzellen erzielen können.

Für Spenden nutzen Sie bitte das Aktionskonto:
Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern
IBAN: DE55 7025 0150 0022 3946 13
Verwendungszweck: Niclas/Noah-Freising

Für Ihre Spende ab 50 Euro erhalten Sie auf Wunsch eine Spendenquittung.

Sehen Sie hier einen Videoaufruf der Eltern: 

Allgemeine Informationen:

Stammzellen retten Leben! Jedes Jahr erkranken in Deutschland nach Schätzung des Robert Koch-Instituts Berlin rund 11.000 Menschen neu an Leukämie. Zwar haben sich bereits mehr als 29 Millionen Menschen in ein weltweit vernetztes Spenderregister aufnehmen lassen, jedoch gibt es für jeden fünften Patienten noch immer keinen passenden Spender. Für Gesunde sind nur wenige Tropfen Blut und ein paar Minuten Zeit notwendig, um sich typisieren zu lassen. Für Leukämiepatienten bringt jeder neu Registrierte die Chance, wieder ganz gesund zu werden. Typisieren lassen kann sich jeder zwischen 17 und 45 Jahren, der gesund und in körperlich guter Verfassung ist. Details zur Aufnahme als Stammzellspender finden Sie online.

Leukämie ist heilbar, wenn rechtzeitig der passende Spender gefunden wird. 
Bei der Typisierung werden aus einer geringen Menge Blut die Gewebemerkmale eines möglichen Spenders untersucht. Die Ergebnisse werden in anonymer Form von der Datenbank weltweit für Suchzentren zur Verfügung gestellt. Die Gewebeuntersuchung ist eine aufwendige molekulargenetische Untersuchung und kostet pro Spender 50 Euro. Diese Kosten müssen aus Spendenmitteln bezahlt werden.

Eine Stammzell- oder Knochenmarkspende hat nichts mit dem Rückenmark zu tun!
Eine Stammzellspende findet immer mit persönlicher Betreuung und einer umfassenden Aufklärung und Beratung durch die Ärzte und das Ambulanzteam der Stiftung AKB in Gauting bei München oder in München beim Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes statt.

Was sind die Kriterien für die Aufnahme in die weltweite Spenderdatei?
Spender sollten gesund und für die Aufnahme zwischen 17 und 45 Jahre alt sein. Der Spender verbleibt in der Datei bis er das 60. Lebensjahr vollendet hat. Bitte bringen Sie am Tag der Typisierung Ihre Gesundheitskarte für eine rasche und fehlerfreie Aufnahme Ihrer Adressdaten mit.

Über die AKB
Insgesamt betreut die Stiftung AKB heute knapp 300.000 Spender aus Bayern, bislang wurden schon über 3.600 Stammzellspenden vermittelt, täglich kommen 1-2 neue dazu. Werden auch Sie Blutspender und Lebensretter! Mehr Informationen unter www.akb.de und www.bayern-gegen-leukaemie.de.


18. Februar 2017, 07:00 CET, nv