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GreenTalk-Podcast: Cannabis-Schuhe und Ananas-Taschen

Schuhe aus Cannabis, Kleidung aus recyceltem Plastik oder Taschen aus Ananasleder  – das alles gibt’s auf der nachhaltigen Modemesse GreenStyle. Die findet zwei Mal im Jahr am Deutschen Museum statt und wird von der Münchnerin Mirjam Smend organisiert.

60 Kleidungsstücke – so viele neue Teile kaufen wir Deutschen uns laut Greenpeace pro Jahr. Gegen diesen Konsumwahnsinn in der Modeindustrie kämpft Mirjam Smend. Die Münchnerin organisiert die GreenStyle, eine Messe für Fair Fashion, die zwei Mal im Jahr am Deutschen Museum stattfindet.

Neben Sneakers aus Kaffee, Kork und Cannabis hängen Upcycling-Blusen aus ausrangierten Seidenkleidern;  bunte Unterwäsche aus Bio-Baumwolle liegt neben Yogapants aus recyceltem PET. Ein Aussteller präsentiert seine Idee von Zero-Waste Mode, also Kleidung, bei der kein Stück Stoff weggeschmissen wird. Abgefahrene Ideen – die nachhaltig sind und trotzdem richtig cool aussehen. Denn: „Öko“ kann auch sexy! Das zeigt die GreenStyle Jahr für Jahr wieder.

Bild: GreenStyle München

Auf der Messe gilt das Motto „Qualität statt Quantität“! Denn Fast Fashion – also die ständig wechselnde, in Billiglohnländern unter oftmals menschenunwürdigen Bedingungen produzierte Massenware – sei zwar günstig, aber überhaupt nicht nachhaltig, so Smend.

Mirjam Smend, Gründerin der GreenStyle // Bild: Chantal Martin

Deshalb wird auf der GreenStyle ausschließlich Slow Fashion ausgestellt. Die Modelabels produzieren eine deutlich geringere Anzahl an Kleidungsstücken und lassen diese über einen deutlich längeren Zeitraum im Sortiment. Faire Löhne und Arbeitsbedingungen sowie eine verantwortungsbewusste Verwendung von natürlichen Rohstoffen sind Voraussetzungen, um auf der GreenStyle ausstellen zu dürfen. So verpackt ein Aussteller seine Mode zum Beispiel in Papp-Boxen, die zu 100 Prozent aus Recycling-Material bestehen und mit Farben auf Gemüsebasis bedruckt sind. Auch Regionalität steht im Vordergrund, da so CO2-Emissionen beim  Transport eingespart werden. Da koste das Produkt natürlich mehr, sagt Smend, aber:

„Nachhaltige Mode ist nicht zu teuer, die konventionelle Mode ist einfach zu billig!“

Bild: GreenStyle München

Die nächste Messe findet vom 13. bis zum 15. März im Isarforum am Deutschen Museum statt. Was es da neben den Schuhen aus Kaffee oder Cannabis noch so gibt, das erzählt Mirjam Smend im Gespräch mit Arabella-Reporterin Chantal Martin:

Arabella-GreenTalk: Cannabis-Schuhe und Ananas-Taschen


21. Januar 2020, 00:00 CET, Aufmacher-Bild: GreenStyle München, az