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GreenTalk-Podcast: Corona – Fluch oder Segen für die Natur?

Welchen Einfluss hatte der Lockdown wirklich auf unsere Natur? Im GreenTalk-Podcast verrät Naturschützer Manfred Siering warum er Homeoffice gerne durchsetzen würde.

Die Corona-Pandemie hat unser Leben ganz schön auf den Kopf gestellt: Social Distancing bestimmt unser Miteinander, wir müssen auf vieles verzichten und trotzdem tauchen in den sozialen Netzwerken und in der öffentlichen Debatte rund um die Coronakrise auch immer wieder positive Aussagen auf. Darunter auch sowas wie: „Endlich bekommt die Natur mal eine Verschnaufpause!“. Aber was ist da wirklich dran?

In der neuen GreenTalk-Folge spricht Arabella-Redakteurin Antonia Hilpert mit dem Naturschützer und stellvertretenden Vorsitzenden des Bund Naturschutz in Bayern Manfred Siering über die Folgen der Corona-Krise für unsere Umwelt.

Mehr Ausflügler als vor Corona

Im Gespräch wird schnell klar, dass es keine eindeutige Antwort auf die Frage gibt, inwiefern der strikte Lockdown unserer Umwelt tatsächlich genutzt hat. Währenddessen ist zwar die Luftqualität erheblich gestiegen und viele Wildtiere hätten bestimmt auch aufgeatmet und die Ruhe genossen, da ist sich Siering sicher. Doch da dieses Jahr keine großen Reisen möglich sind, seien schon jetzt mehr Wanderer und Mountainbiker in der bayerischen Natur unterwegs, als noch vor der Krise – und das bleibt nicht ohne Folgen. Am meisten ärgert sich Siering über den Plastikmüll den viele Ausflügler einfach in die Natur werfen. Die große Frage ist also vielmehr: Wie machen wir jetzt nach der Lockdown-Phase weiter?

Seit der Krise ist auch der Verbrauch an Einwegplastik in die Höhe geschossen. Klar, Restaurants durften über einen langen Zeitraum ausschließlich Essen to go anbieten und medizinisches Personal ist auf Einwegmasken und Schutzhandschuhe angewiesen. Leider landen Schutzmasken auch immer wieder in der Natur.

Homeoffice ist wirkungsvoll

Eine andere Folge der Corona-Pandemie spielt unserem Planeten dagegen in die Karten: Homeoffice! Viele bayerische Firmen haben ihren Mitarbeitern in der Zeit des Lockdowns ermöglicht von zuhause aus zu arbeiten. Siering wünscht sich, dass diese Arbeitskultur, wo das möglich ist, auch nach Corona beibehalten wird, denn so könnte man die Luftqualität dauerhaft verbessern – und müsste sich weniger ärgern, weil man im Stau steht.

Arabella-GreenTalk: Corona – Fluch oder Segen für die Natur?


28. Juli 2020, 15:00 CEST, Aufmacher-Bild: Adobe Stock / Maren Winter , ah