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GreenTalk-Podcast: FoodHub – Supermarkt ohne Umwege

In München entsteht gerade ein ziemlich exklusiver Supermarkt: der FoodHub München! Hier sollen Bio-Bauern ihre Lebensmittel direkt verkaufen und so fairer bezahlt werden. Einkaufen kann aber nur, wer Mitglied ist und sich auch selbst mal hinter die Kasse stellt.

Die Idee einer solidarischen Direktvermarktung ist nicht neu. FoodHubs gibt es beispielsweise bereits in den USA und in Frankreich. Dass solche Kooperativen funktionieren, zeigen die Mitgliederzahlen. Allein in New York City sind es 17.000! Jetzt soll es auch in München einen FoodHub geben!

Das hat sich Nikolaus Teixeira gemeinsam mit Kristin Mansmann, Karl Schweisfurth
 und Quentin Orain
 fest vorgenommen und gemeinsam haben sie einen Verein gegründet. Das Konzept sieht so aus: Der FoodHub soll eine solidarische Direktvermarktungsstelle für Biohöfe, Gärtnereien und andere Lebensmittelhandwerker, also beispielsweise Metzger oder Bäcker, werden.

Faire Preise für alle

Ihr Ziel ist es ganz allgemein, den Kontakt zwischen Konsumenten in der Stadt und den Bauern vom Land wiederherzustellen. „Der ist teilweise ja gar nicht mehr vorhanden“, sagt Teixeira. Auch Menschen, die in München leben, sollen seiner Meinung nach Zugang zu regionalen, biologischen und saisonalen Lebensmitteln bekommen – zu fairen Preisen. Und natürlich soll auch gleichzeitig der Bauer angemessen entlohnt werden.

Die Initiatoren vom FoodHub München (v.l.n.r.): Kristin Mansmann, Nikolaus Teixeira
, Quentin Orain
, Karl Schweisfurth
 (Foto: FoodHub)

Es gibt drei Grundprinzipien beim FoodHub: Jedes Mitglied arbeitet in der Gemeinschaft mit – mindestens drei Stunden im Monat. Durch diesen Beitrag kann das eingesparte Geld letztendlich in den Betrieben der Region bleiben und die Bauern, Bäcker und Metzger können für ihre Lebensmittel fair entlohnt werden.

Der zweite Punkt, der den FoodHub zu etwas ganz Außergewöhnlichem macht: Diese kooperative Gemeinschaft gehört auch allen Beteiligten zusammen! Jedes Mitglied kauft mit mit einer einmaligen Zahlung einen Anteil am FoodHub. Die Mitglieder haben dann eine Stimme und können demokratisch mitbestimmen, beispielsweise, wenn es um das Sortiment, die Nachhaltigkeitskriterien oder soziale Aktivitäten geht.

Noch fehlt eine geeignete FoodHub-Halle

Außerdem gilt die Regel, dass Gewinne werden wieder in das Projekt reinvestiert werden.

Der FoodHub wird ein Vollsortiment für den alltäglichen Bedarf bieten. Ziel ist es, dass die Menschen ihren Wocheneinkauf hier erledigen können und nicht mehr in andere Supermärkte fahren müssen.

Derzeit ist die Gemeinschaft in München noch in der Entstehungsphase. Gut wären mindestens 2.000 Mitglieder für den Start. Aktuell sind die Initiatoren auch noch auf der Suche nach einer geeigneten Halle für den FoodHub – bei den Mietpreisen in München kein leichtes Unterfangen.

Hören Sie das ganze Interview mit FoodHub-Gründer Nikolaus Teixeira in der neuen GreenTalk-Folge mit Arabella-Redakteurin Antonia Hilpert.

Arabella-GreenTalk: FoodHub – Supermarkt ohne Umwege


02. Juni 2020, 11:15 CEST, Aufmacher-Foto: Adobe Stock / kasto , ah