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Laschet vs. Söder – wer wird der neue Kanzlerkandidat?

Ist die Kanzler-Frage der Union endlich geklärt? Der Bundes-Vorstand hat jetzt in einer Sondersitzung abgestimmt.

Entscheidung Richtung Zielgerade

Bei den Grünen ist klar: Annalena Baerbock macht es. Und auch bei der Union geht die K-Frage offenbar in Richtung Endspurt. Der CDU-Vorsitzende Laschet soll es werden, wie das Führungsgremium des  Bundesvorstandes in der Nacht auf Dienstag (20.04.) entschieden hat. 31 Vorstandsmitglieder stimmten für Laschet und neun für seinen Kontrahenten, CSU-Chef Markus Söder. Es gab sechs Enthaltungen.  Heißt: 77 Prozent für Laschet, nur 22 für Söder. Damit ist der tagelange Machtkampf um den Spitzenposten für die Bundestagswahl im September voraussichtlich entschieden.

Söder hatte am Montagnachmittag angekündigt, die endgültige Entscheidung liege nun ganz und gar bei der CDU. Wenn sein „Angebot“ nicht angenommen werde, sei er dennoch „mit sich im Reinen“.

Laschet und Söder liefern sich seit acht Tagen eine offene Auseinandersetzung in der Frage, wer von ihnen die Union als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl im September führen soll.

Positive Umfrage-Ergebnisse für Söder

Während Söder – wie andere Politiker von CSU und auch CDU – auf die aktuellen, für ihn sehr positiven Umfragen verweist, betont Laschet immer wieder, Umfragen könnten sich sehr schnell ändern. Nachdem sich in der Unionsfraktion die Abgeordneten mehrheitlich für Söder ausgesprochen hatten, ergriffen seither zahlreiche CDU-Spitzenpolitiker das Wort für Laschet.

Uneinigkeit zwischen Gesundheitsminister Spahn und Digitalstaatsministerin Bär

CDU-Vize Jens Spahn betonte am Freitagmorgen im Deutschlandfunk, dass für ihn Laschet als CDU-Vorsitzender „der natürliche Kanzlerkandidat der Union“ sei. „Wir haben ihn im Januar zu unserem Vorsitzenden gewählt und jeder, der ihn gewählt hat, wusste, dass er damit auch den Kanzlerkandidaten der CDU nominiert“, führte der Gesundheitsminister aus. „Insofern wundere ich mich, dass jetzt einige sagen, man müsste erst einmal horchen, was die CDU will.“

Dagegen bekräftigte Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) ihre Unterstützung für den bayerischen Ministerpräsidenten Söder. Es habe in der Sitzung am Dienstag ein „ganz klares Meinungsbild in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion“ für Söder gegeben. Wenn man gewinnen wolle, dürfe man „den Besten nicht auf der Bank sitzen“ lassen“, sagte sie. Zugleich drang auch sie auf eine schnelle Klärung.


16. April 2021, 15:06 CEST, dpa, Aufmacher-Bild: Guido Kirchner, az