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Söder: Bund und Länder müssen sich im Anti-Corona-Kampf bewähren

Angesichts drastisch gestiegener Corona-Zahlen fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nun ein schnelles und konsequentes Gegensteuern von Bund und Ländern.

Am Mittwoch will sich Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten beraten – dann könnte es zu weiteren Verschärfungen der Corona-Regeln kommen. Mit Blick auf die Beratungen sagte Söder:  „Wir müssen uns morgen bewähren.“ Dies sei nicht die letzte Chance, aber eine weitere ganz entscheidende Etappe im Kampf gegen das Virus.

Das bayerische Kabinett will außerdem am Donnerstag erneut tagen, um eventuell in der Ministerpräsidentenkonferenz besprochene Maßnahmen zu diskutieren. Es soll dabei ein Kurs definiert werden, der lieber konsequenter und schneller umgesetzt wird. So soll das Virus so schnell wie möglich eingedämmt werden, so Ministerpräsident Söder.

„Im November wird entschieden, wie wir den ganzen Winter durchkommen, zumindest bis Weihnachten. Lieber gleich und richtig, als nur spät halbherzig.“

Markus Söder

Es soll keinen kompletten Lockdown geben

Letztlich gehe es vor allem darum, Kontakte zu reduzieren – zum Beispiel bei privaten Feiern. Man wolle keinen kompletten Lockdown, wie im Frühjahr – vor allem Schulen und Kitas sollen solange wie möglich geöffnet bleiben und auch, falls diese schließen, als erstes wieder öffnen, so Söder. So einen „Lockdown Light“ soll auch Kanzlerin Merkel laut Medienberichten im Kopf haben.

Bayerns Impf-Strategie

Auch über ein Vorgehen, wenn es einen Impfstoff gibt, hat Bayern beraten: Dann sollen zuerst Risikogruppen geimpft werden, zum Beispiel Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. Söder hat davon, dass womöglich bereits Ende des Jahres erste Impfstoffe zugelassen werden könnten.

Hilfen für Künstler

Mit einer Summe von 370 Millionen Euro will Bayern außerdem Kulturschaffende unterstützen. Geplant sei unter anderem ein neues Programm für die Solo-Selbstständigen zum Ersatz des entfallenden Unternehmerlohns, sagte Markus Söder nach der Kabinettssitzung in München. Bis zum Jahresende solle es für sie bis zu 1180 Euro monatlich geben. Außerdem sollen junge Künstler Stipendien erhalten und die Hilfsprogramme für Kinos verlängert werden.

Schon in zwei bayerischen Regionen wurde der Lockdown verhängt!

Am Montag hatte mit dem Landkreis Rottal-Inn schon die zweite Region in Bayern strikte Ausgangsbeschränkungen verhängen müssen. Erklärtes Ziel der Staatsregierung ist es, durch frühzeitiges regionales Handeln einen landesweiten Lockdown zu verhindern. 

Pressekonferenz mit Markus Söder


27. Oktober 2020, 11:44 CET, dpa, Aufmacher-Bild: Peter Kneffel, az