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Sicherer Schulweg in München

Wir wünschen einen schönen Schulanfang!

Schulweghelfer, Schulweg, Schulanfang

12.000 Kinder sind heute in München besonders nervös am Frühstückstisch gesessen:

Sie haben heute den ersten Schultag, und wir alle müssen dafür sorgen, dass sie (und natürlich auch alle anderen) sicher dort ankommen.

Die Zahlen beruhigen etwas

Die Angst vor Unfällen auf den Schulweg mag bei vielen Mamas und Papas groß sein. Fakt ist aber, die Zahlen sinken. Im Schuljahr 2017/18 waren es laut Polizei 157, im letzten Schuljahr nur 124.

Am häufigsten sind die 10- bis 14-Jährigen betroffen.

Die Auswertung zeigt laut Polizei weiter, dass die meisten Kinder als Radlfahrer verunglückt sind (69 Prozent). Bei diesem Fakt in Verbindung mit der Alters-Auswertung kann demnach eine Verbindung mit den weiteren Schulwegen zu weiterführenden Schulen gesehen werden.

Die Polizei kontrolliert

Die Münchner Polizei hat angekündigt, in den nächsten Tagen sehr viel unterwegs zu sein.

Folgende Tipps wollen die Beamten den Autofahrern noch mit auf den Weg geben:

  • Verhalten Sie sich generell so, dass sie Kinder nicht gefährden – und das nicht nur in den ersten Wochen nach Schulanfang, sondern immer.
  • Versuchen Sie, sich in die Kinder hineinzuversetzen. Rechnen Sie mit spontanem Verhalten von Kindern und reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit.
  • Kinder sind mehr an Spaß und Spiel interessiert als an Sicherheit. Fahren Sie daher vorausschauend und seien Sie stets bremsbereit.
  • An Bushaltestellen sowie generell in der Nähe von Schulen und in Wohngebieten ist besondere Vorsicht geboten. Fahren Sie hier mit besonderer Aufmerksamkeit und rechnen Sie mit dem plötzlichen Auftauchen von Kindern.
  • Beachten Sie im Interesse der besseren Sichtbarkeit von Kindern, insbesondere an Kreuzungen und Einmündungen, im Bereich von Fußgängerüberwegen sowie im Nahbereich von Schulen die Park- bzw. Haltverbote.

Folgende Tipps haben die Beamten für den täglichen Schulweg:

  • Trainieren Sie mit Ihrem Kind den Weg zur Schule. Hierbei ist der kürzeste Weg oftmals nicht der sicherste.
  • Wählen Sie für Ihr Kind einen Schulweg mit Sicherheitseinrichtungen, wie Ampelanlagen, Schülerlotsen/Schulweghelfer oder Fußgängerüberweg.
  • „Sichtbarkeit bringt Sicherheit“. Mit heller und leuchtender Kleidung sowie Reflektoren an der Schultasche und der Bekleidung wird Ihr Kind besser erkannt und wahrgenommen.
  • Beobachten Sie Ihr Kind auf dem Schulweg. Sie erkennen dabei sehr schnell, ob es sich richtig verhält oder sich vielleicht ablenken lässt.
  • Sollten Sie Ihr Kind mit dem Fahrzeug zur Schule bringen, denken Sie bitte an eine geeignete Kindersicherung, lassen Sie Ihr Kind ausschließlich auf der Gehwegseite ein- und aussteigen und halten Sie nur in den dafür freigegebenen Bereichen.
  • Lassen Sie Ihr Kind erst nach Beendigung der Fahrradausbildung in der Jahrgangsstufe 4 mit einem verkehrssicheren Fahrrad und mit Helm zur Schule fahren.

Die große Elterntaxi-Diskussion

Sicherheit und Bequemlichkeit sind wohl die beiden größten Argumente, warum Eltern ihr Kind mit dem Auto direkt vor der Schule abliefern.

Und Sorgen in Sachen Sicherheit sind auch absolut verständlich, sagt der Autoclub “Kraftfahrer-Schutz”. Aber, das Elterntaxi sei die denkbar schlechteste Alternative. Zu Unterrichtsbeginn und -ende sorgen sie oftmals für chaotische Zustände an den Schulen, heißt es.

“Zwischen gefährlichen Wendemanövern und blockierten Rad- und Gehwegen müssen sich die Kinder zwischen den Autos ihren Weg bahnen – Unfälle sind dabei vorprogrammiert”

Kraftfahrer-Schutz e.V.

Grüne wollen temporäre Fahrverbote

Die Grünen wollen haben sich in Sachen Elterntaxis etwas aus Wien abgeschaut. Da gibt es schon an vier Schulen sogenannte “temporäre Fahrverbote”. Heißt, 30 Minuten vor und nach dem Unterricht sind die Straßen vor den Schulen für Autos gesperrt.

Die Bilanz in Wien ist laut einer Grünen-Mitteilung positiv. Das Verkehrsaufkommen vor den Schulen sei gesunken, der Eltern-Bringverkehr stark zurückgegangen.

“Schulstraßen haben darüber hinaus den positiven Effekt, dass der Schulweg wider zu Fuß oder auf dem Fahrrad zurückgelegt wird und nicht per Elterntaxi”

Gudrun Lux, Vorsitzende der Münchner Grünen

Es ginge aber nicht darum, jetzt in München alles umzuwerfen. Sondern erst einmal an ein oder zwei Schulen einen entsprechenden Versuch zu starten.


10. September 2019, 07:12 CEST, Aufmacher-Bild: Patrick Pleul , News