Bei Schnee und Eis: Achtung, Guckloch-Fahren verboten!

Bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, bei dichtem Schneefall und Matsch auf der Fahrbahn ist Autofahren alles andere als ein Vergnügen - auch das Befreien der Autoscheiben vom Eis ist lästig. Trotzdem muss es sorgfältig geschehen!

Guckloch-Fahren, Schnee, Eis

Die meisten von uns müssen morgens, wenn es noch stockdunkel ist, in die Arbeit starten und abends kehren die meisten erst wieder heim, wenn es wieder Nacht geworden ist. Trotzdem: es bleibt einem nichts anderes übrig, wenn man auf das eigene Auto angewiesen ist, weil öffentliche Verkehrsmittel nicht zur Verfügung stehen. So schwer es einem auch in den Wintermonaten fallen mag, morgens aufzustehen – im Winter sollte man noch früher aus dem warmen Bett. Gerade die so genannten Laternenparker müssen ihr Auto erst von Schnee und Eis befreien, und zwar richtig.

Auch Ralf Müller-Wiesenfarth, Cheftrainer der südbayerischen ADAC – Fahrsicherheitszentren kann davon ein Lied singen: „ Zunächst einmal muss die Windschutzscheibe wirklich frei sein, nicht nur ein kleines Guckloch. Das kostet mindestens ein Bußgeld, wenn man erwischt wird. Noch schlimmer ist es allerdings, wenn ein Autofahrer wegen fehlender Sicht einen Unfall verursacht – das geht dann zumindest richtig ins Geld.“ Auch der Schnee auf dem Autodach muss abgekehrt werden: beim Bremsen kann sonst nämlich die Dachlast nach vorne auf die Windschutzscheibe rutschen und man ist im Blindflug unterwegs.

Übrigens auch der dicke Wintermantel oder Anorak hat hinter dem Steuer nichts verloren, weiß Ralf Müller-Wiesenfarth: „Der Gurt kann nämlich nicht richtig am Körper aufliegen und seine volle Wirkung entfalten. Schon bei ganz geringen Geschwindigkeiten erhöht sich dann das Verletzungsrisiko.“ Wenn der warme Wintermantel wegen der niedrigen Temperaturen im Auto unbedingt gebraucht wird, dann muss man vor Fahrtantritt den Gurt anziehen, so dass der Gurtstraffer auch richtig eingreifen kann.

Und noch ein wichtiger Tipp von ADAC – Mann Ralf Müller-Wiesenfarth: „ Räum- und Streufahrzeuge sollte man nach Möglichkeit nicht überholen, weil es vor diesen Fahrzeugen oft gefährlich glatt ist. Und immer daran denken, dass auch Schneepflüge Platz brauchen. Das heißt zum einen rücksichtsvoll fahren, wenn so ein Räumfahrzeug entgegen kommt und zum anderen auf Autobahnen an die so genannte Rettungsgasse denken.“

Weitere praktische Tipps zum Fahren im Winter erfahren Sie am besten selbst bei einem ADAC-Fahrsicherheitstraining. Mehr Informationen gibt es unter www.sicherheitstraining.net  oder gebührenfrei unter 0800 89 800 88.


07. Januar 2017, 06:00 CET, ADAC, uk