Internationaler Linkshändertag: Mehr Förderung erwünscht

Eine "rechtshändige" Berufswelt und wenig Beobachtung in der Schule machen den Linkshändern das Leben schwer.

Linkshänder

Mehr Förderung für Linkshänder in Schulen und am Arbeitsplatz – das fordert Johanna Barbara Sattler von der Ersten deutschen Beratungs- und Informationsstelle für Linkshänder in München anlässlich des Internationalen Linkshändertags an diesem Sonntag. Das größte Problem für Schüler sei die Schreibhaltung: «Die Lehrer achten nicht genügend darauf. Viele Kinder gehen klassisch in die Hakenhaltung, wie Obama.» Fotos zeigten den linkshändigen früheren US-Präsidenten beim Schreiben oft mit verkrümmter Hand.

Auch die Berufswelt sei «rechtshändig eingerichtet», kritisiert Sattler. Geldschlitze am Fahrkartenautomaten, Notschalter für Maschinen – alles auf der rechten Seite. Nötig seien Fördergelder für Betriebe, um Linkshändermaschinen zu kaufen.

13. August 2017, 09:00 CEST, dpa-infocom, uk