Eierskandal: Offene Fragen

Printnummern der betroffenen Eier

Fipronil, Eier

Arabella-Reporterin Miriam Kropp ist vielen offenen Fragen zum Skandal um mit Fibronil belasteten Eiern nachgegangen:


Vorsicht bei Eiern mit diesen Printnummern:

1-NL-4331901

1-NL-4035701

1-NL-4339912

1-NL-4339301

1-DE-0358001

0-DE-0360521

2-NL-4015502

0-NL-4352602

1-NL 4128604

1-NL 4286001

0-NL 4392501

0-NL 4385501

2-NL-4322402

1-NL-4322401

0-NL-4170101

1-NL-4339301

1-NL-4385701

1-NL-4331901

Die Chargen-Nummern werden laufend auf der Seite
Lebensmittelwarnung.de
aktualisiert.

Mindestens 268.000 möglicherweise mit dem Insektizid Fipronil verseuchte Eier aus den Niederlanden sind an den Handel in Bayern geliefert worden. Diese Eier dürften nicht weiter verkauft werden, eine Rücknahme sei bereits eingeleitet worden, teilte das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstagnachmittag in Oberschleißheim bei München mit. 


Am Dienstag hatte es noch geheißen, Bayern sei nicht betroffen. Am Mittwochabend übermittelte das LGL dann Daten zu möglicherweise kontaminierten Eiern. «Nach heutigem Erkenntnisstand handelt es sich um Eier mit den folgenden Printnummern: 1-NL-4331901, 1-NL-4035701, 1-NL-4339912, 1-NL-4339301. Diese Eier sollten vorsorglich nicht konsumiert werden.»

Ein LGL-Sprecher sagte, es werde weiter intensiv ermittelt. Noch könne man aber nicht sagen, in welchem Ausmaß und in welchen Mengen möglicherweise betroffene Eier in den Handel in Bayern gelangt sind. In der Mitteilung des Amtes heißt es unter Bezug auf eine Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung: «Es ist bei einem normalen Verzehr somit nicht von einem gesundheitlichen Risiko auszugehen.»

Das Insektizid Fipronil wird zur Bekämpfung von Flöhen, Läusen, Schaben, Zecken und Milben eingesetzt. Es kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen. In der vergangenen Woche war das Insektizid in den Eiern von Geflügelbetrieben gefunden worden. Inzwischen sind möglicherweise belastete Eier in mehreren Bundesländern aufgetaucht.

Der Lebensmittelhändler Rewe und seine Discounttochter Penny kündigten an, Eier aus den Niederlanden vorsorglich aus dem Verkauf zu nehmen. Kunden, die bereits Eier mit der Kennzeichnung NL gekauft haben, können diese zurückgeben und bekommen den Verkaufspreis erstattet, erklärte das Unternehmen.

Am Freitag verkündete die Unternehmensgruppe Aldi, vorsorglich alle Eier aus dem Verkauf zu nehmen. Dabei handle es sich derzeit um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Ab sofort nehme Aldi nur noch Eier in den Handel, für die ein Nachweis vorliegt, dass sie negativ auf fipronilhaltiges Anti-Läusemittel getestet seien. Die Unternehmen teilten mit, dies werde möglicherweise dazu führen, dass es zu Engpässen bei der Versorgung mit Eiern kommt.

04. August 2017, 00:38 CEST, dpa-infocom, uk