Ski und Nostalgie am Sudelfeld und im Bayerischen Wald

Bei strahlendem Wetter sind am Faschingsdienstag im niederbayerischen Sankt Englmar und im oberbayerischen Bayrischzell Skifahrer zum Nostalgie-Skirennen auf die Piste gegangen.

Ski, Nostalgie

Mit Schnürschuhen auf den Holzskiern ohne Stahlkanten stürzten sie sich die Hänge hinab. Sie trugen Gewänder wie zu den Anfangszeiten des Skifahrens: Knickerbocker die Herren, Röcke die Damen. Manche trugen auch Tracht und fuhren in Lederhose und Dirndl.

«Die Stimmung ist super», sagte der Organisations-Chef vom Skiclub Bayrischzell, Rudi Simmerl. Rund 200 Retro-Skifahrer wagten nach seinen Angaben den Riesentorlauf mit Sprungkombination am Sudelfeld. Gewinner gibt es bei dem Lauf grundsätzlich nicht – Spaß steht im Vordergrund. Grundsätzlich fahre man hier ohne Kanten, nur mit Leder und Holz, sagte Simmerl. Die Skier waren früher zudem deutlich länger. Wer mit dieser Ausrüstung elegant um die Kurve kommen will, braucht Können.

In Sankt Englmar wagten sich zum 7. Nostalgie-Skirennen zahlreiche Wagemutige auf die historischen Bretter; das Rennen findet dort nur alle drei Jahre statt. Begleitet von Böllerschützen und Blasmusik startete das Spektakel am Skihang Predigtstuhl. Ziel war der Kurpark von Sankt Englmar.

Zum Fasching kamen manche Skifahrer auch maskiert und bretterten in flatternden Fantasiegewändern die Pisten hinunter.

13. Februar 2018, 15:49 CET, dpa-infocom, uk