• Arabella München
  • Arabella Bayern
  • Arabella 70er
  • Arabella 80er
  • Arabella 90er
  • Arabella Hits & Schlager
  • Arabella Classic Rock
  • Arabella Golden Oldies
  • Arabella Latino
  • Arabella Weihnachten

Illegaler Tierhandel bringt Tierheim München zum Überlaufen

Der Haustier-Boom in der Coronakrise trifft auch das Münchner Tierheim: Beinahe täglich entdeckt die Polizei in München und der Region illegale Tiertransporter. Die geretteten Hunde- oder Katzenbabys landen dann im Münchner Tierheim.

Lockdown-Langeweile und die Möglichkeit zum Homeoffice haben bei vielen den Wunsch nach einem Hund oder einer Katze geweckt. Allerdings:  Durch die große Nachfrage nach Haustieren boomt leider auch der illegale Tierhandel. Das hat auch Auswirkungen auf das Münchner Tierheim:

„So haben wir kürzlich auf einen Schlag fast 40 bulgarische Hunde und Katzen in unserer Quarantänestation aufgenommen. Damit neigen sich unsere Aufnahmekapazitäten langsam dem Ende zu.“

Kristina Berchtold, Tierheim München

Das Traurige: Nicht selten berechnen die Welpenhändler sogar mit ein, erwischt zu werden und zahlen anschließend Gebühren um die Tiere wieder zu befreien und weiter zu verkaufen. Im Fall der bulgarischen Hunde und Katzen hat das Veterinäramt aber glücklicherweise entschieden, dass das Münchner Tierheim die Tiere in liebevolle Hände vermitteln darf.

So erkennen Sie unseriöse Händler!

Die einzige Möglichkeit, illegalen Tierhandel zu stoppen, ist, diesen in keinster Weise zu unterstützen. „Seien Sie deshalb misstrauisch, was die Herkunft des Tieres angeht, wenn Sie sich ein Haustier anschaffen möchten“, rät Kristina Berchtold vom Münchner Tierheim. 

„Kein seriöser Züchter würde einen Hund oder eine Katze auf einem Parkplatz übergeben. Auch wenn Sie das Tier direkt mitnehmen sollen und das Muttertier nicht sehen dürfen, ist äußerste Vorsicht geboten.“

Kristina Berchtold, Tierheim München

Auch das Alter bietet ein Indizenz dafür, ob das neue, vierbeinige Familienmitglied von einem vertrauenswürdigen Züchter kommt: In Deutschland geborene Tiere dürfen frühestens nach acht Wochen von der Mutter getrennt werden. Kommt das Tier aus dem Ausland, muss dieses mindestens 15 Wochen alt sein. 

Außerdem empfiehlt Kristina Berchtold, sich vor dem Anschaffen eines Haustieres der Verantwortung bewusst zu sein – auch nach dem Lockdown braucht dieses noch Aufmerksamkeit und Pflege. Außerdem lautet ihr Rat:

„Bevor Sie bei einem Züchter schauen, informieren Sie sich bei seriösen Tierschutzvereinen oder im örtlichen Tierheim, ob Sie nicht auch einem Tier von dort ein liebevolles Zuhause schenken können.“

Kristina Berchtold, Tierheim München

Übrigens: Auch für sechs Hunde und vier Katzen aus dem bulgarischen Tiertransport sucht das Münchner Tierheim noch verantwortungsbewusste Tierfreunde, die den Vierbeinern ein schönes Leben ermöglichen. Wer sich für einen Hund oder eine Katze interessiert, kann sich telefonisch beim Tierheim melden (Für Hunde: 089 / 921 000 43 / Für Katzen: 089 / 921 000 820).


25. März 2021, 15:17 CET, Aufmacher-Bild: Tierheim München, az