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Ab 1. August: Der MVV schafft die Bahnsteigkarte ab

Die Bahnsteigkarte kostet 40 Cent und berechtigt dazu, die Bahnsteige von S- und U-Bahn ohne Fahrkarte zu betreten. In der Vergangenheit hatte es aber immer wieder Kritik gegeben.

MVV Bahnsteigkarte

OB Reiter hatte deshalb die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) beauftragt, gemeinsam mit der S-Bahn München und dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) einen Vorschlag zur Abschaffung der Karte zu entwickeln und der MVV-Gesellschafterversammlung zur Entscheidung vorzulegen.

In der Pressemitteilung heißt es:

In der gemeinsamen Arbeitsgruppe aus MVG, S-Bahn München und MVV waren sich alle einig, dass der fahrscheinpflichtige Bereich in den Tunnelbahnhöfen auch bei Abschaffung der Bahnsteigkarte beibehalten werden soll.

Der fahrscheinpflichtige Bereich ist Voraussetzung dafür, um die sogenannten Sperrenkontrollen durchführen zu können. Dabei wird der gesamte fahrscheinpflichtige Bereich abgesperrt und jeder Fahrgast, der den Bahnsteig verlässt, nach seinem Ticket gefragt. Sperrenkontrollen ergänzen die stichprobenartigen Kontrollen in den Zügen.

Kontrollen im Sperrenbereich stellen nicht nur die effizienteste Maßnahme, sondern auch die für die Mitarbeiter sicherste Vorgehensweise zur Einnahmensicherung dar. Diese Art der Kontrolle ist sehr auffällig und wirkt daher auf Schwarzfahrer abschreckend.

Künftig ist die Regelung wie folgt: Kunden, die während einer Sperrenkontrolle eine andere Person zum Bahnsteig begleiten oder abholen wollen, erhalten vor Ort einen kostenlosen Zugangsschein. Dieser ist jeweils 30 Minuten gültig. Auf den Beginn einer Sperrenkontrolle und die Notwendigkeit einer Zugangsberechtigung wird am Ort der Kontrolle rechtzeitig aufmerksam gemacht.

Bild: Radio Arabella

OB Reiter freut sich

„Ich freue mich, dass wir auf meine Initiative die Bahnsteigkarte jetzt abgeschafft haben“, sagt Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, der auch Vorsitzender der MVV-Gesellschafterversammlung ist.

„Die Abschaffung ist für mich die richtige Konsequenz, sie passt einfach nicht in ein modernes und kundenfreundliches Tarifsystem. Kaum jemand wusste doch, dass auch dann ein Ticket gelöst werden musste, wenn man nur auf den Bahnsteig ging, um jemanden zu verabschieden oder abzuholen. Deswegen haben mich immer wieder Beschwerden von Menschen erreicht, die ein Bußgeld zahlen mussten, obwohl sie selbst nicht mit der U-Bahn gefahren waren. Die Bahnsteigkarte ist damit jetzt Geschichte!“

Auch MVV-Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch, MVG-Chef Ingo Wortmann und S-Bahn-Chef Heiko Büttner begrüßen die Abschaffung des Tickets: „Die Bahnsteigkarte war ein Überbleibsel aus den Anfangsjahren des Verbundes.“ Sie freuen sich, dass eine pragmatische Lösung gefunden werden konnte: „Mit den künftig veränderten Sperrenkontrollen ist es trotz Abschaffung der Bahnsteigkarte möglich, Schwarzfahrer zu identifizieren – und so vor allem ehrliche Fahrgäste zu schützen.“

Bis zum 1. August 2019 werden nun die Tarifbestimmungen entsprechend angepasst und die Bahnsteigkarten sukzessive aus den Automaten entfernt.



05. Juli 2019, 14:01 CET, ms