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Bayern: Neues Forschungsprojekt zum Coronavirus

Zur Erforschung des Coronavirus haben sich in Bayern rund 100 Wissenschaftler und rund 70 Medizinstudenten zu einem interdisziplinären Forschungsteam zusammengeschlossen. Das teilte Markus Söder am Freitagvormittag mit.

Am Freitag sei die Zahl der Neuinfektionen mit Corona erstmalig auf unter 10 Prozent gesunken Die Kurve flacht leicht ab, dennoch gebe es noch keinen Grund zur Entwarnung.

„Der Trend ist positiv“

Markus Söder

Die Wissenschaft sei im Kampf gegen das Virus unerlässlich – aus diesem Grunde gebe es ein neues Forschungsprojekt, das speziell auf Bayern zugeschnitten sei, teilte der Ministerpräsident mit.

Großangelegte Dunkelziffer-Studie in München

Am Sonntag werden etliche Wissenschaftler gemeinsam eine Studie in München starten. Die soll zeigen, wie hoch die Dunkelziffer der Corona-Infektionen in der Stadt ist. München ist mit aktuell rund 3100 Infektionen einer der Hotspots in Deutschland.

Die Studie ist zuerst einmal auf ein Jahr ausgelegt und funktioniert folgendermaßen: Ab Sonntag werden in einer ersten Phase zufällig 3000 Münchner Haushalte ausgewählt. Wenn die Mitglieder bereit sind, nehmen die Wissenschaftler bei ihnen Blut ab und nehmen medizinische Daten auf. Das wird alle drei Wochen wiederholt.

„(Mit den Wiederholungen) können wir erstmalig die Dynamik des Infektionsgeschehens stellvertretend für die Gesamtbevölkerung betrachten – das funktioniert nur, wenn man in regelmäßigen Abständen immer wieder die gleichen Menschen untersucht“

Michael Hölscher, Leiter Institut für Tropenmedizin, LMU

Bei den ersten Besuchen in den Haushalten ist auch immer die Münchner Polizei dabei, damit die Bürger sehen, dass die Wissenschaftler keine Betrüger sind. 

Pressekonferenz mit Markus Söder, Bernd Sibler, Prof. Ulrike Protzer und Prof. Michael Hoelscher


03. April 2020, 08:15 CEST, Aufmacher-Bild: Adobe Stock/H_Ko, az