• Arabella München
  • Arabella Bayern
  • Arabella 80er
  • Arabella 90er
  • Arabella Latino
  • Arabella Hits & Schlager
  • Arabella Golden Oldies
  • Arabella Weihnachten
  • Arabella Classic Rock

Unwetter und Überschwemmungen: Droht uns das auch in München und der Region?

Ganz Deutschland ist schockiert angesichts der Katastrophenlage in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Meteorologen sehen die heftigen Überschwemmungen als Folge der Klimaerwärmung. Wir haben einen Experten gefragt, ob auch bei uns so eine schreckliche Katastrophe passieren könnte.

Steigende Todeszahlen, Tausende Vermisste, immense Wassermassen: Die Bilder im Westen und Osten Deutschlands sind schockierend. Wir haben einen Experten gefragt, ob auch bei uns so ein Unglück passieren könnte.

Die Wahrscheinlichkeit, dass bei uns so etwas passiert, ist gering

Die Antwort von Christian Leeb, dem Behördenleiter des Münchner Wasserwirtschaftsamts, lautet: Theoretisch ja, allerdings passiert in München so etwas weniger. Denn: München ist relativ flach gelegen.  Im Einzelfall könnten ungünstige, bauliche Gegebenheiten dazu führen, dass Keller oder Unterführungen volllaufen.  Außerdem drohen uns aktuell keine so heftigen Regenfälle, wie in den derzeit betroffenen Regionen, dass es zu solchen Schäden kommen kann.

Der Süden und Teile der Region sind Risikogebiete

In der Region rund um München und in Teilen der Stadt könnte es aber theoretisch auch zu solch heftigen Überschwemmungen kommen, erzählt  Leeb. Nämlich überall dort, wo die Lage etwas steiler ist. Zum Beispiel im Süden, an der Isarhangleite. In der Region könne es auch Richtung Aying, im Dachauer Hinterland und Richtung Freising dazu kommen, dass kleinere Bäche enorm anschwellen und größere Schäden verursachen.

Ohne Klimawandel wäre das nicht passiert

Schuld ist die Klimaerwärmung, so Leeb. Hintergrund sind die nachlassenden Jetstreams, die dafür sorgen, dass  Wetterlagen länger als sonst an einem Ort bleiben. Das sind Windströmungen in den oberen Luftschichten, die das Wettergeschehen in Gang halten. Sie werden schwächer,  weil durch die Klimaerwärmung die Temperaturunterschiede zwischen Äquator und Arktis abnehmen. Dadurch bleiben Wetterlagen – wie etwa jetzt das Tief „Bernd“ –  mittlerweile  deutlich länger über einigen Orten. Größere Regenmengen als sonst regnen über einem kleineren Gebiet ab und führen zu immensen Schäden.

Hier können Sie den Flutopfern helfen!

 


16. Juli 2021, 11:52 CEST, Aufmacher-Bild: Hermann Traub auf Pixabay , az