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Ochsenbraterei-Wirtin klagt gegen Handel überteuerter Wiesn-Plätze!

Das Landgericht München will schon heute ein Urteil verkünden!

Oktoberfest Rainer Viertlböck

Teure Plätze auf dem Oktoberfest

Zweitverkäufer im Internet handeln mit den Tischen auf dem Oktoberfest für Tausende Euro. Auch jetzt schon, obwohl noch gar nicht feststeht, ob das Oktoberfest 2022 sicher für alle stattfinden kann. 

Wirtin hat geklagt

Wirtin Antje Schneider von der Ochsenbraterei hat gegen ein Portal geklagt, das jetzt schon Plätze für 2022 anbietet.  Von ihr hätten die  Plattformen niemals Reservierungen  bekommen, erklärte Schneider. Sie gebe bewusst keinem Zwischenhändler Reservierungen, da es bei diesen nicht um einen Mehrwert für die Kunden gehe.

Bei den Wirten müssen Gäste nur Verzehrgutscheine kaufen. Die Reservierung bleibt im Kern kostenfrei. Auf Plattformen kostet ein Platz dann aber ein Vielfaches der Gutscheine. Zudem ist angesichts der Corona-Pandemie noch gar nicht entschieden, ob es 2022 eine Wiesn gibt. Münchens Wirtschaftsreferent Baumgärtner betont: «Seriös kann man jetzt keine Tisch-Reservierungen für das nächste Jahr erwarten.»

Online-Anbieter sehen sich im Recht

Der Online-Anbieter hingegen verweist auf ein Urteil des Bundesgerichtshofes von 2008 zu Bundesligakarten. Danach sei grundsätzlich der Erwerb von Dritten erlaubt. Er könne nur in Ausnahmefällen untersagt werden, wenn ein sogenannter Schleichbezug vorliege, nämlich wenn Personen zum Kartenkauf vorgeschickt würden mit dem Ziel, sie an den Händler weiterzuverkaufen, heißt es in einer Stellungnahme. Das sei aber hier nicht der Fall.

Ein Urteil will das Landgericht München heute verkünden.


08. Oktober 2021, 07:55 CEST, dpa-infocom, News