Ab dem 4. April verfügbar: Die neue 50-€-Banknote der Europa-Serie

Am 4. April 2017 wird die neue 50-€-Banknote in Umlauf gebracht. Wie die 20-€-Banknote der Europa-Serie wird sie ein Porträt der Europa – einer Gestalt aus der griechischen Mythologie – enthalten.

Die neue 50-Euro-Banknote kommt nächsten Monat. Als vierter Geldschein der sogenannten Europa-Serie kommt sie am 4. April 2017 in allen 19 Mitgliedstaaten des Euro-Raums in den Umlauf und ergänzt die bereits eingeführten neuen 5-Euro-, 10-Euro- und 20-Euro-Banknoten. Eine Zeit lang werden Banknoten beider Serien im Umlauf sein. Das Eurosystem wird frühzeitig bekannt geben, ab wann die Banknoten der ersten Serie kein gesetzliches Zahlungsmittel mehr sein werden. Die 50-Euro-Scheine der alten Serie verlieren aber auch danach ihren Wert nicht. Die Bundesbank wird sie unbefristet gegen neue Scheine der Europa-Serie umtauschen.

Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele rechnet mit einer reibungslosen Einführung der neuen 50-Euro-Banknote: „Die Bundesbank trifft schon heute die notwendigen Vorkehrungen, damit alle Bürger in Deutschland ab dem ersten Ausgabetag überall mit dem neuen 50-Euro-Schein bezahlen können“. Nach den bisherigen Erfahrungen wird der neue 50-Euro-Schein schnell den Weg in die Geldbörsen der Bürger finden: Bei der Einführung der vorangegangenen Stückelungen dauerte es in Deutschland zwischen zwei und drei Monate, bis mehr neue Banknoten als solche der alten Serie im Umlauf waren.

Sicherheit auf hohem Niveau

Der neue 50-Euro-Schein weist wie bereits die 20-Euro-Banknote der Europa-Serie eine Besonderheit auf: In einem transparenten Fenster erscheint auf beiden Seiten der Banknote ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa, wenn der Geldschein gegen das Licht gehalten wird. Dieses und weitere verbesserte Sicherheitsmerkmale sorgen dafür, dass die 50-Euro-Banknote besonders fälschungssicher ist und „Blüten“ leichter erkennbar sind.

 

Das ist für den 50-Euro-Schein besonders wichtig, denn mit mehr als acht Milliarden umlaufenden Exemplaren ist er die am häufigsten genutzte Stückelung im Euroraum und bei Fälschern beliebt. Das Falschgeldaufkommen war im Jahr 2015 mit nur zwölf falschen Banknoten pro 10.000 Einwohner in Deutschland insgesamt niedrig, fast die Hälfte der Fälschungen entfiel dabei aber auf den 50-Euro-Schein.

Die Vorbereitungen laufen

Damit pünktlich zum Ausgabetermin insgesamt 5,4 Milliarden druckfrische 50-Euro-Scheine im Euro-Raum in den Umlauf gehen können, hat die Herstellung der Banknoten bereits begonnen. Die EZB und die nationalen Zentralbanken des Eurosystems unterstützen die Hersteller von Prüfgeräten und Automaten dabei, die notwendigen technischen Anpassungen an die neue Banknote vorzunehmen. Schon jetzt stellt die Bundesbank den Branchenpartnern die neue 50-Euro-Banknote für Tests an Geräten zur Verfügung und bietet umfassende Informationen über die neue Banknote und ihre Sicherheitsmerkmale an.


20. März 2017, 12:45 CET, Text Bundesbank / Anja Lerch, ms