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Offene Stellen: Rund ein Drittel der Ausbildungsplätze

Zu Beginn des neues Ausbildungsjahres sind im Freistaat noch rund ein Drittel der Lehrstellen unbesetzt.

Auszubildende, Handwerk

33.000 offene Lehrstellen

Für fast 33.000 Plätze sei kein Auszubildender gefunden worden, teilte der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) am Freitag unter Berufung auf Zahlen der Arbeitsagentur mit. Anfang September beginnen rund 48.000 Jugendliche ihre Ausbildung in Berufen der Industrie, des Handels und im Dienstleistungsbereich. Am gefragtesten sind in diesem Jahr unter anderem die Lehren als Einzelhandelskaufleute, Verkäufer und Fachinformatiker.

Flüchtlinge zukünftiges Fachkräftepotenzial

Die Zahl der neuen Lehrlinge blieb laut BIHK im Vergleich zum Vorjahr fast unverändert. In diesem Jahr beginnen auch 1099 Flüchtlinge ihre Ausbildung in bayerischen Betrieben. «Immer mehr Betriebe sehen in den Flüchtlingen zukünftiges Fachkräftepotenzial», erklärte BIHK-Präsident Eberhard Sasse. In Bayern bilden fast 30.000 Betriebe, die zu den Industrie- und Handelskammern gehören, junge Männer und Frauen aus.

Kritik an Arbeitsbedingungen

Angesichts der hohen Zahl an unbesetzten Lehrstellen nahm der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Bayern die Betriebe in die Pflicht: «Über den Fachkräftemangel jammern und gleichzeitig Lehrlinge und solche, die es werden wollen, mit schlechten Arbeitsbedingungen vergraulen. Das passt nicht zusammen», erklärte der Vorsitzende Matthias Jena. Viele Unternehmen missbrauchten ihre Azubis als billige Arbeitskräfte. «Bei solchen Arbeitsbedingungen ist es nicht verwunderlich, wenn Lehrlinge ihre Ausbildung abbrechen und Bewerbungen ausbleiben.»

Hier finden Sie eine Übersicht der noch offenen Lehrstellen.



30. August 2019, 15:18 CET, dpa-infocom, Aufmacher-Foto: Sebastian Kahnert, kg