• Arabella München
  • Arabella 90er
  • Arabella 80er
  • Arabella 70er
  • Arabella Golden Oldies
  • Arabella Kult
  • Arabella Austropop
  • Arabella Weihnachten

So können Sie den Igeln in München helfen!

Nach einem sehr anstrengenden Winter geht es den stacheligen Gartenbewohnern in München jetzt wieder besser. Allerdings: Vielen von ihnen fehlen große Mengen an Stacheln. Was Sie jetzt tun können.

Igel, App, LBV

In den vergangenen Wintern waren die Igel in München regelrecht gestresst und verbrauchten viel mehr Energie als normalerweise. Der Grund: Die steigenden Temperaturen. Die Igel fallen dann nicht mehr in einen ausreichend tiefen Winterschlaf, wie sie in kälteren Wintern tun würden. Sie wachen häufig auf und kommen geschwächt aus dem Winterschlaf zurück – damit sind sie dann auch anfälliger für Parasiten. Und nicht nur das: Seit rund zwei Jahren bemerkt Martin Hänsel vom Bund Naturschutz in München weitere, besorgniserregende Vorkommnisse: Vielen Igeln fallen die Stacheln aus!

Deshalb gibt es so viele Igel ohne Stacheln

Den geschwächten Igeln bricht nämlich auch jetzt, nach dem Winterschlaf, zunehmend die Nahrungsgrundlage weg: Proteinreiche  Insekten wie Käfer oder deren Larven werden immer seltener – so müssen die Igel auf weniger nahrhafte Alternativen wie Schnecken oder Regenwürmer ausweichen, die ihnen weniger Nährstoffe liefern. Außerdem fangen sie sich dabei auch noch Parasiten ein, die die Tiere zusätzlich schwächen. 

Wie kann man den Igeln helfen?

Alles, was die Insektenvielfalt erhöht, hilft den kleinen Gartenbewohnern. Zufüttern ist in den Sommermonaten nicht notwendig. Aber: Eine vielfältige Gartengestaltung mit einheimischen Pflanzen ist hilfreich – so können sich  einheimische Insekten ansiedeln, die die wichtigen Nährstoffe liefern, so Hänsel. Auch hilft es, dafür zu sorgen, dass die Igel in den Garten kommen, um sich dann da am Insektenbuffet zu bedienen: Beispielsweise können dafür lange Zaunlatten gekürzt werden, sodass die Igel darunter durch schlüpfen können.

Vorsicht beim Rasenmähen

Wer den Rasen mäht, sollte schauen, dass er nicht zu sehr unter der Hecke mäht – dort verstecken sich die Igel häufig. Auch Mähroboter stellen eine echte Gefahr dar: Die sorgen teilweise für brutale Verletzungen und Amputationen bei den Igeln, da diese – vor allem wenn sie nachts laufen gelassen werden – die Tiere nicht registrieren können.


30. Juni 2020, 08:42 CEST, Aufmacher-Bild: Marcus Bosch, az