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Steigende Infektionszahlen: Corona-Maßnahmen sollen bundesweit verschärft werden

Am Dienstag haben sich Bund und Länder erneut zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Viele Regeln sollen dabei verschärft werden, vor allem bei privaten Feierlichkeiten, außerdem kommen Bußgelder für falsche Kontaktdaten in Restaurants - das bayerische Kabinett will seine Vorgaben entsprechend der Neuregelung schon am Donnerstag anpassen. Und auch in München gibt es Neuerungen.

Corona-Tests

Die Infektionszahlen der Stadt München sind seit letzter Woche wieder gesunken – aus diesem Grund hebt die Stadt die verschärften Maßnahmen wieder auf – allerdings nicht für private Partys. Welche Regeln dort jetzt für Feiern gelten, lesen Sie hier.

Diese Regeln sollen künftig in Corona-Hotspots für Feiern  gelten

Beträgt die Inzidenzzahl in einer Region 35, so dürfen in öffentlichen oder angemieteten Räumen maximal 50 Gäste auf privaten Feiern zu Gast kommen. Bei einer Zahl von über 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen empfiehlt der Bund dringendst, Feiern im privaten Rahmen maximal mit 25 Personen abzuhalten. Dies hatte der Bund vorgeschlagen, allerdings sollen sich hierbei die Länderchefs nicht geeinigt haben können – aus diesem Grund gilt hier nur eine Empfehlung.

Bayerisches Kabinett will strengere Corona-Regeln beschließen

Für Bayern ist diese Regel nicht neu, sondern entspricht einer Vorgabe, die das Kabinett zuletzt ohnehin bereits für Corona-Hotspots beschlossen hatte. Auch für den Corona-Hotspot München gilt diese Regelung. Neu beraten und entscheiden muss das bayerische Kabinett am Donnerstag auch, ob und wie es den Bund-Länder-Beschluss umsetzt, wonach dann für Feiern in Privaträumen eine Obergrenze von zehn Teilnehmern „dringlich empfohlen“ wird.

Bußgelder für falsche Kontaktangaben im Restaurant

Außerdem droht zusätzlich zu den Bußgeldern bei einer Verweigerung der Maskenpflicht und Nichteinhaltung der Quarantäne auch bei falschen Angaben im Restaurant ein Bußgeld. Wer in Cafés, Bars oder Gaststätten falsche Personenangaben hinterlässt, muss in Zukunft mindestens 50 Euro zahlen. Dadurch sollen die Infektionsketten besser nachverfolgt werden, sagte Kanzlerin Merkel. 

Mehr Maske, weniger Party

Mehr Maske, weniger Alkohol – beispielsweise durch längere Sperrstunden – und  weitere Einschränkungen bei privaten Feiern sei die Devise in Gebieten mit steigenden Infektionszahlen, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder.

„Corona ist heimtückisch und Corona bleibt nun einmal gefährlich.“

Markus Söder

Es gehe darum, regional ausgewogen zu handeln und das Infektionsgeschehen in verschiedenen Regionen einzudämmen, ein genereller, landesweiter Lockdown solle verhindert werden, so Merkel auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Beratungen. Vor allem die nahende, kalte Jahreszeit, in der sich die Menschen immer mehr im Inneren aufhalten, stelle uns alle vor eine größere Herausforderung. Priorität habe vor allem die Arbeit, Schule und Kita. Deshalb müsse man bei privaten Feiern etwas zurückstecken. 

Besser keine Auslandsreisen

Sowohl Kanzlerin Merkel als auch Ministerpräsident Markus Söder haben angesichts der steigenden Zahlen in den Nachbarländern dringend von Urlaubsreisen ins Ausland abgeraten – und stattdessen einen Herbsturlaub in Deutschland empfohlen.


29. September 2020, 17:34 CEST, dpa, Aufmacher-Bild: Christophe Gateau, az