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Stimmen zum Fußball-Ruhestand von Hoeneß

Hoeneß wird sich bei der Jahreshauptversammlung der Münchner am Freitag nicht mehr als Bayern-Präsident wählen lassen. Das sagen Söder, Hitzfeld und Hoeneß' Bruder über den Mann, der nach vier Jahrzehnten an der Spitze des Vereins jetzt in die zweite Reihe treten wird.

Söder zu Hoeneß: Freistaat hat zu danken

Ministerpräsident Markus Söder hat Uli Hoeneß vor dessen Rückzug an der Spitze des FC Bayern als wichtigen Akteur des Vereins und sogar des Bundeslandes gewürdigt. «Uli Hoeneß ist der FC Bayern. Ohne ihn würde der Verein nicht da stehen, wo er heute ist. Auch der Freistaat hat Uli Hoeneß zu danken. Er hat den Club zum internationalen Aushängeschild für unser Land gemacht», sagte der CSU-Chef der am Donnerstag über den langjährigen Erfolgsmanager des deutschen Fußball-Rekordmeisters.

«Seit Jahren versuchen alle, den Bayern die Lederhosen auszuziehen – ohne Erfolg. Klar ist: Wenn es dem FC Bayern gut geht, dann geht es auch Bayern gut!», ergänzte Söder – selbst Fan des 1. FC Nürnberg.

Dieter Hoeneß: Uli ist wieder glücklich

Uli Hoeneß hat nach Einschätzung von Bruder Dieter nach seiner Zeit im Gefängnis und vor dem Rückzug als Präsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern seinen Frieden gemacht. «Als er aus der Haft entlassen wurde, habe ich gehofft, dass er wieder glücklich wird – und das ist er heute», sagte Dieter Hoeneß (66) der «Schwäbischen Zeitung» (Donnerstag). Uli Hoeneß (67) war von Juni 2014 bis Januar 2015 wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis und anschließend bis Februar 2016 Freigänger im offenen Vollzug.

Dass er danach an die Vereinsspitze zurückkehrte, konnte sein Bruder verstehen. «Er wollte Normalität spüren, aus meiner Sicht war es richtig», sagte Dieter Hoeneß. «Es war allein seine Entscheidung. Genau wie in der Frage, ob er nun Schluss macht als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender. Dass er nach 40 Jahren Wirken im Verein nicht so einfach komplett loslassen kann, wissen wir alle. Unglaublich, welches Lebenswerk er hinterlässt. Dass jemand einen Verein so erfolgreich so lange prägt, wird es nicht mehr geben.»

Hitzfeld bietet Hoeneß Rentner-Tipps an

Sollte Uli Hoeneß im Fußball-Ruhestand mal langweilig werden, könnte er sich Tipps bei seinem ehemaligen Weggefährten Ottmar Hitzfeld holen. «Wenn er Ratschläge braucht, wie man als Rentner sein Leben gestaltet, könnte ich ihm gerne welche geben», sagte der frühere Erfolgstrainer.

Der 70-Jährige hatte vor seinem Karriereende 2014 lange beim FC Bayern München mit Hoeneß zusammengearbeitet, noch heute verbindet beide eine Freundschaft. «Was er geschaffen hat, ist ein Märchen. Man kann das gar nicht hoch genug einschätzen.»

Hitzfeld kündigte an, sich anschließend bei Hoeneß zu melden, «um ihm alles erdenklich Gute für die neue Zeit» zu wünschen. «Uli war als Manager oder Präsident immer omnipräsent. Er hat in Deutschland im Fußball-Bereich die Richtung angegeben. Er war immer ein Vorreiter für ganz viele Vereinslenker», sagte Hitzfeld. «Ich glaube, dass man jetzt noch gar nicht richtig abschätzen kann, was dem deutschen Fußball ohne ihn alles fehlen wird.» Aber Hoeneß werde «nicht von der Bildfläche verschwinden», glaubt Hitzfeld. «Was den FC Bayern angeht, wird er sich weiter wehren und die Schwachen unterstützen.»


14. November 2019, 14:38 CET, dpa-infocom, Aufmacher-Bild: Peter Kneffel, az