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Tanz der Marktweiber auf dem Viktualienmarkt

Der Höhepunkt im Münchner Fasching ist der Tanz der Marktweiber am Faschingsdienstag auf dem Viktualienmarkt. An diesem Tag lassen die Marktfrauen ihre Arbeit an den Verkaufsständen liegen und tanzen in prächtigen Kostümen zu schwungvoller Musik.

Auf einen Blick:

• Den Tanz gibt es seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts.

• 47 Händlerinnen beteiligen sich an der Aktion.

• In den 1980er-Jahren verlagerte sich der Tanz auf eine Show-Bühne.

Das Narrhalla Prinzenpaar eröffnet das Spektakel auf dem Viktualienmarkt traditionell um 10:30 Uhr. Für 11 Uhr ist die offizielle Begrüßung durch Oberbürgermeister Dieter Reiter, Boris Schwartz (2. Werkleiter der Markthallen München) und Elke Fett (Händlersprecherin) angekündigt. Danach folgt der Auftritt der Marktfrauen: Winkend, wirbelnd und ein klein bisschen frivol, machen sich die jungen und junggebliebenen Damen einen Heidenspaß für sich selbst und die Besucher. Eine Maskenpflicht für die Zuschauer gibt es beim Tanz der Marktfrauen zwar nicht, aber viele lassen es sich nicht nehmen, ebenfalls in Kostümen oder zumindest mit einem lustigen Hut oder bunt geschminkt dem Spektakel beizuwohnen. Die stimmungsvolle Veranstaltung mit Musik, Speisen und Getränken geht dieses Jahr bis um 19 Uhr. 47 Händler beteiligen sich daran.

Interview: Dieter Reiter war dieses Jahr zum ersten Mal in seiner Funktion als Münchner OB bei den Marktweibern.

dieter reiter
Nach dem Auftritt der feschen Damen verteilt sich die Feier über den ganzen Viktualienmarkt. An Ständen gibt es Sekt und für musikalische Unterhaltung bis in den Nachmittag hinein ist gesorgt. Danach feiern die Narren das Ende des Faschings bis in die Nacht in Kneipen, Bars und Hallen überall in München. Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei und die Marktfrauen kehren zurück in ihre Verkaufsstände – aber denken bestimmt schon an den Tanz im nächsten Jahr…

Kurzer Rückblick: Das war der Tanz der Marktweiber im vergangenen Jahr.

Damals hatte eine Arabella-Hörerin bei einem Gewinnspiel einen Besuch beim damaligen OB Ude gewonnen.

Die Geschichte des Tanzes

Der Brauch des Markttanzes geht auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück, wurde allerdings erstmals in den 50er Jahren schriftlich dokumentiert. In den 50er- und 60er Jahren war der Tanz noch ein echter Geheimtipp. Mit der Zeit wurde er zu einer großen und beliebten Veranstaltung. Während die Damen, die sonst als Bäckerinnen, Käse- oder Fischverkäuferinnen den Markt um ihre Anwesenheit bereichern, bis in die 80er Jahre hinein vor und um ihre Stände herum tanzten, beglücken sie seither das Publikum von einer Bühne herab, die im Biergarten platziert ist.

2009 musste allerdings ein neues Konzept her: es ist ein bisschen ruhiger geworden und die Feier breitet sich nun über den ganzen Viktualienmarkt aus – der Tanz war zu beliebt und lockte zu viele Narren an, was den Spaß ein wenig „erdrückte“. Mit frischem Schwung feiern die Marktweiber seitdem familienfreundlich und doch so ausgelassen wie früher. Die gestandenen Marktfrauen üben monatelang für ihren Tanz – schließlich soll alles perfekt ablaufen. Zu flotter Musik studieren die Damen Paar- und Gruppentänze ein, die sie dann in meist selbstgeschneiderten Kostümen vortragen, die ihren „Stand“ repräsentieren. Für die Zuschauer geht es offiziell 10:30 Uhr los. Erfahrene Narren jedoch kommen schon weit eher, um sich die besten Plätze, vorne an der Bühne, zu sichern.

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17. Februar 2015, 11:00 CET, Mit Material von Muenchen.de, ms