Entscheidungshelfer zur Bundestagswahl: Wahl-O-Mat & Co.

Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat der Bundeszentrale für politische Bildung. Mittlerweile hat er sich zu einer festen Informationsgröße im Vorfeld von Wahlen etabliert: Insgesamt wurde er im Vorfeld von Wahlen über 50 Millionen Mal genutzt.

Finden Sie heraus, welche Parteien Ihren Positionen am nächsten stehen: Mit welchen Parteien und Wählervereinigungen haben Sie die meisten Übereinstimmungen bei 38 wichtigen Themen?

Der Wahl-O-Mat ist ein interaktives Angebot, das insbesondere Erst- und Jungwähler spielerisch für Wahlen und Politik interessieren soll. Der Wahl-O-Mat konfrontiert die Nutzer mit 38 Thesen aus unterschiedlichen Politikfeldern, die im jeweiligen Wahlkampf eine Rolle spielen – etwa: “ In allen Gaststätten soll ein ausnahmsloses Rauchverbot gelten.“ Die Nutzer können sich zu diesen Aussagen zustimmend, neutral oder ablehnend positionieren oder die These überspringen. Im Anschluss berechnet der Wahl-O-Mat, welche Parteien und Wählervereinigungen dem Nutzer mit Blick auf die Thesen am nächsten stehen und wie weit andere Parteien von den eigenen Positionen entfernt liegen.

Den Wahl-O-Mat können Sie über den Webbrowser aufrufen, oder mit einer kostenlosen App am Smartphone nutzen.

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Wahl Navi 2017

Die RTL Sendergruppe hat zur Bundestagswahl 2017 ein eigenes Umfragesystem veröffentlicht, das Wahl Navi 2017.

RTL Wahl Navi 2017Screenshot: RTL Wahl Navi 2017

Es funktioniert ganz ähnlich: Sie bekommen 30 Fragen zu aktuellen Inhalten des Bundestagswahlkampfs und 15 Fragen zu Parteien und Spitzenkandidaten. Gefragt, warum man quasi einen zweiten Wahl-O-Mat in Deutschland braucht, antworten die Macher von RTL: „Der User kann nicht mehr nur sehen, welche Partei ihm in den Fragen am nächsten kommt – was noch nicht viel sagt – sondern, wo genau er mit seinen Ansichten im Parteiensystem steht. Die Antwortmöglichkeiten bei den Fragen sind genauer und die Algorithmen neuer. Wahl-Navi ist auch gemacht für Soziale Medien – Ergebnisse können geteilt und so verglichen werden, was auch junge Wähler mehr anspricht.“

Ob man seine Ergebnisse öffentlich in Facebook teilen möchte, bleibt natürlich jedem selbst überlassen…


Und dann gibt es noch den Steuer-O-Mat. Hier steht das Sparen im Vordergrund. Die App rechnet aus, mit welcher Partei die Steuerlast am geringsten wäre. Die Anwender machen Angaben zu ihrem Jahreseinkommen, zum Familienstand und zur Zahl der Kinder. Andere Themen werden nicht berücksichtigt.


13. September 2017, 10:45 CEST, ms