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Hilfe für die Schnupfennase: Das Erkältungs-ABC

Tipps und Omas Ratschläge für Münchens Schniefnasen.

Die Grippewelle in München und der Region nimmt Fahrt auf – doch an der richtigen Influenza erkranken die wenigsten von uns. Meist ist es ein grippaler Infekt oder eine mächtige Erkältung, die derzeit in den Büros, Schulen und Firmen bei uns grassiert.

Linderung verschaffen hier oft die einfachsten Hausmittel. Aber auch hier gilt: Ab zum Arzt, wenn die Symptome sehr plötzlich und heftig kommen, hohes Fieber eintritt und Sie sich richtig krank fühlen!

A wie Abhärtung

Richtig Abhärten hilft gegen die Erkältungsgefahr. Kalt- bzw. Wechselduschen, in der frischen Luft spazieren gehen, nicht zu warm anziehen und ab und zu in die Sauna gehen, das regt den Kreislauf und das Immunsystem an.

B wie Badewanne

Ein warmes Bad mit ätherischen Ölen macht die Atemwege frei und hilft, gesund zu bleiben. Aber Achtung: Kommt Fieber hinzu, bitte nicht baden – das belastet den Kreislauf zu sehr.

C wie Chronisch

Wenn Husten, Niesen, Heiserkeit und ähnliche Symptome über mehrere Wochen bleiben, sind sie chronisch geworden. Hier gilt: Sofort zum Arzt gehen! Denn aus einer verschleppten Erkältung wird sonst im schlimmsten Fall eine schwerere Bronchitis oder Lungenentzündung – auch der Herzmuskel kann geschwächt werden.

D wie Durst

Trockener Hals, verstopfte Nase und heiße Wagen? Ob Sie Durst haben oder nicht, jetzt ist viel trinken angesagt! Das löst den Schleim, senkt die Temperatur und schwemmt Keime und Bakterien aus.

E wie Erkältung

Erkältung und grippaler Infekt sind alltagssprachliche, medizinisch nicht scharf definierte Bezeichnungen für eine akute Infektionskrankheit der Schleimhaut von Nase (einschließlich der Nebenhöhlen), Hals oder Bronchien. Die Infektionskrankheit wird überwiegend von sehr unterschiedlichen Viren, manchmal zusätzlich auch von Bakterien verursacht (Sekundärinfektion). Nicht zu verwechseln ist der grippale Infekt mit der deutlich schwerer verlaufenden, echten Grippe (Influenza), die besonders für immunschwache Personen, z. B. Säuglinge und alte Menschen, gefährlich werden  kann.

F wie Füße warmhalten

Kalte Füße sind ein Hauptgrund für Erkältungen und begünstigen ihre Ausweitung im ganzen Körper. Besonders Frauen laufen Gefahr, dadurch zusätzlich zur Erkältung noch eine Blasenentzündung zu bekommen. Bei Männern schlagen kalte Füße eher auf die Lunge. Um die Füße immer richtig warm zu halten, empfehlen sich warme Fußbäder und dicke Socken.

G wie Genug Schlafen

Schlafmangel begünstigt Erkältung und Grippe. Der Grund: Durch zu wenig Schlaf schüttet der Körper weniger Serotonin und Dopamin aus. Dadurch wird das Immunsystem geschwächt. Andere Nebeneffekte sind mehr Stress, depressive Stimmung und ein vermehrter Heißhunger auf Süßes.

H wie Hühnersuppe

Omas Hausmittel Nummer 1. In Hühnerbrühe stecken viele gesunde Stoffe, die wie ein natürliches Antibiotikum wirken. Weniger wirksame Alternativen sind Tafelspitz und Ingwertee.

I wie Inhalieren

Heißen Kamillendampf atmen ist zwar nicht Jedermanns Geschmack, aber es befreit die Atemwege schnell und effektiv. Inhalieren lindert außerdem Reizhusten.

J wie Jucken in den Augen

Wenn neben den klassischen Erkältungssymptomen die Augen jucken, steckt meist ein Allergie oder eine beginnende Bindehautentzündung dahinter. Suchen Sie am besten einen Arzt auf.

K wie Kratzen im Hals

Bei Grippe oder Erkältung wird der Hals schnell dick und entzündet. Abhilfe schaffen zum Beispiel Gurgeln mit Salzwasser und heißer Tee mit Honig, der eine antibakterielle Wirkung hat.

L wie Lunge

Die Lunge muss bei Erkältung besonders geschützt werden, weil sie sich sonst entzündet. Hier gilt es, Brust und Rücken warm zu halten, Anstrengungen und Zug zu vermeiden und viel zu trinken.

M wie Meersalzspülung

Yogis schwören darauf. Besonders für Menschen mit zu engen Nasennebenhöhlen ist eine Nasenspülung mit Meersalz die beste Methode, um die Atemwege wieder frei zu kriegen. Das beugt einer Neben- und Stirnhöhlen-Entzündung (Sinusitis) vor und verhindert, dass Rachen, Hals und Lunge angegriffen werden – ist allerdings bereits eine Verstopfung und Entzündung der Nebenhöhlen entstanden, halten sie besser Rücksprache mit dem Arzt.

N wie Nase putzen

Viele HNO-Ärzte raten, bei Schnupfen nur ein Nasenloch vorsichtig zu schneuzen und das andere zuzuhalten – so vermeidet man den Weitertransport des Schleims durch Druck in die Verbindung zum Ohr.

O wie Ohren

Erkältungen erhöhen den Druck auf die Ohren, diese schmerzen dann und können sich entzünden. Ein warmes Zwiebelsäckchen auf dem Ohr kann Wunder wirken!

P wie Plegma

Der medizinische Begriff für „Schleim“. Davon gibt es reichlich, wenn man erkältet ist – viel warme Flüssigkeit trinken schafft Abhilfe

Q wie Qual

Schnupfen und viel Schneuzen ist eine Qual für die Nase: Die Folge ist die brennend rote Schnupfennase, von der sich die Haut ähnlich wie nach einem Sonnenbrand schält. Da hilft nur eins. Eincremen, eincremen, eincremen!

R wie Ruhe

Entspannung ist ein wichtiger Teil der Heilung. Wer sofort wieder losrennt und sich keine Ruhe gönnt, riskiert, kurz darauf noch kranker flachzuliegen. Also besser erstmal langsam, bis alles wieder bestens ist!

S wie Süßes

Auf Zucker sollte man besser verzichten, wenn es einen richtig erwischt. Der wirkt nämlich wie ein Aufputschmittel für Viren und Bakterien. Hungern Sie die kleinen Biester besser ein paar Tage aus. Wenn das Fieber weg ist, können Sie wieder naschen.

T wie Tee trinken

Warmer Tee hilft beim Schwitzen und beruhigt den Hals. Alternativ geht auch heiße Zitrone oder Ingwerwasser.

Umschläge

Umschläge sind wahre alte Hausmittel: ein Kartoffelwickel um den Brustkorb dämpft den Husten, Halsumschläge heilen die Entzündung und Wadenwickel senken das Fieber.

V wie Vitamine

Vitamine sind der Turbo schlechthin für unsere Abwehrkräfte. Vitamin C ist besonders in Zitronen und Sauerkraut enthalten!

W wie Warm halten

Mütze, Decke, Socken, Schal. Wenn man erkältet oder angeschlagen ist, ist warm einpacken immer gut.

X wie Xylometazolin

Xylometazolin ist der Stoff, ohne den Nasensprays nutzlos wären. Er sorgt nämlich dafür dass die Schleimhäute schnell abschwellen. Leider funktioniert das nur ca. eine Woche. Danach kann er das Gegenteil bewirken und die Nase zu sehr austrocknen.

Y wie Yoga

Die Entspannung beim Yoga fördert die Heilung von einer Erkältung – schwierige und anstrengende Yogastellungen sollte man jedoch verschieben!

Z wie Zitrone

Ein gern genommenes unterstützendes Heilmittel – die “heiße” Zitrone sollte aber mit maximal 60° Grad warmen Wasser zubereitet werden, da ansonsten die wichtigen Inhaltsstoffe der Frucht zerstört sind.

Radio Arabella wünscht Ihnen gute Besserung!

Bitte beachten Sie: Dieses Erkältungs-ABC beinhaltet nur Tipps zum Umgang mit leichten Erkältungskrankheiten und ersetzt in keinem Fall den Arztbesuch, wenn Sie sich sehr schlecht fühlen und Fieber bekommen!

23. Oktober 2018, 05:00 CEST, vh, uk