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ÖKO-TEST testet 27 Sonnenschutzmittel

Eine gesunde Bräune anstatt brennende Röte wünscht sich jeder Sonnenanbeter. Beim Sonnenbaden aber gilt: Maßhalten. Wer es übertreibt, geht ein hohes Risiko ein – angefangen vom Sonnenbrand über Knitterfältchen bis hin zum Hautkrebs.

Die Haut ist nachtragend und vergisst keine Bräunungssünde. Am besten schützt man sich mit Textilien und häufigem Aufenthalt im Schatten. Zusätzlich helfen auch Sonnenschutzmittel, die heißen Sonnentage ungefährdet zu überstehen.  ÖKO-TEST hat jetzt 27 Mittel getestet. Mit den meisten Produkten ist man auf der sicheren Seite. Sie schützen gut vor zu viel Sonne. Darunter sind auch sehr preiswerte Angebote.

Die besten Sonnenmilchprodukte aus der Rubrik „zertifizierte Naturkosmetik“ sind Alverde Sensitiv Sonnenmilch (Faktor 30),  Eco Cosmetics Sonnenlotion für sensible Haut (Faktor 20), Lavera Sun Sensitiv Sonnencreme (Faktor 30) und Weleda Edelweiss Sonnenmilch (Faktor 30).

Bei den klassischen Sonnenschutzmitteln sind das Annemarie Börlind Sun Care Sonnen-Fluid (Faktor 20) und die Ombra Sun Sonnenmilch (Faktor 30) von Aldi ganz vorne.

Die Licht- oder Sonnenschutzfaktoren der getesteten Produkte reichen – entsprechend der Schutzklasse „mittel“ – von 15 bis 25. Sie filtern etwa 90 Prozent der aggressiven Strahlung heraus und eignen sich zu Beginn des Urlaubs vor allem für bereits leicht vorgebräunte, unproblematische Haut, erklärt die Zeitschrift test.

Helle und empfindliche Hauttypen brauchen gerade am Anfang der Ferien stärkeren Schutz mit Faktoren von 30 oder gar 50. Für Kinder empfehlen sich diese hohen Faktoren für den gesamten Urlaub. Wichtig ist auch das Reiseziel. So muss zum Beispiel der Schutz beim Segeln im Mittelmeer stärker sein als beim Wandern im Bayerischen Wald.

Ein hauttypgerechter Faktor allein reicht nicht. Die Sonnenschutzmittel müssen reichlich aufgetragen werden, um wie versprochen zu wirken. Für den ganzen Körper ist mit etwa drei Esslöffeln zu rechnen. Wenn man sich, wie erforderlich, mehrmals am Tag eincremt, ist die Sonnenmilchflasche schnell leer. Das kann ordentlich ins Geld gehen. Um so erfreulicher, dass die besten Sonnenschutzmittel des Tests gleichzeitig sehr preiswert sind. Gute Sonnenschutzmittel aus der Parfümerie können mehr als zwanzigmal so viel kosten, zum Beispiel Lancaster, Shiseido und Clarins.

Weitere Informationen: Zeitschrift ÖKO-TEST 6/2018 und unter oekotest.de.


Übrigens: Viele Mythen ranken sich um die Sonne und um die schönste Bräune. Am Ende gilt aber nur eines: Der richtige Sonnenschutz!

Bräunungs-Mythen

Coca Cola auf die Haut, um schneller braun zu werden? Das ist ein neuer, gefährlicher Trend aus Großbritannien! Es gibt allerdings noch jede Menge andere Tricks, mit denen man angeblich schneller den gewünschten Sommer-Teint erreicht. Doch: funktionieren die wirklich – und wie gefährlich sind sie? Wir klären die Bräunungs-Mythen!

  • Macht Coca Cola wirklich braun?
    Für den ersten Moment, ja. Cola enthält die schwarze Lebensmittelfarbe E150 d (die ohnehin umstritten ist) – wer also seinen Körper damit einreibt, erlangt sofort einen Bronze-Ton auf der Haut.
  • Coca Cola als Bräunungsbeschleuniger – ist das gesund?
    Definitiv nicht! Denn Cola enthält keinen Schutz gegen die UV-Strahlen. Eher bewirkt es das Gegenteil: die Säure in Cola beschleunigt den Zersetzungsprozess der Haut. Das heißt, die Haut wird noch durchlässiger für die Sonneneinstrahlung. Wer also ohne Lichtschutzfaktor in der Sonne liegt, setzt sich unnötig einem Sonnenbrand- und damit Hautkrebsrisiko aus.
  • Schneller braun mit Oliven- oder Kokosöl?
    Wesentlich gesünder als Coca Cola sind tatsächlich Oliven- oder Kokosöl. Die Produkte enthalten natürliche Nährstoffe, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: weder Oliven- noch Kokosöl beinhalten einen Lichtschutzfaktor! Dafür steigt die Gefahr für einen Sonnenbrand extrem.
  • Wird man im Schatten braun?
    Ja! Im Schatten braun werden ist kein Mythos! Im Gegenteil: Im Schatten bräunen ist gesünder und garantiert eine gleichmäßigere Bräune als in der Sonne. Der einzige Nachteil: es dauert natürlich, je nach Hauttyp, wesentlich länger.
  • Geht bräunen im Wasser schneller?
    Ja! Das Wasser, bzw. die Wasseroberfläche, reflektiert die Sonneneinstrahlung. Das heißt: doppelte Belastung für die Haut. Und es gibt noch eine zusätzliche Gefahr: aufgetragener Lichtschutzfaktor, wie Sonnencreme, wird im Wasser natürlich zusätzlich verringert. Deswegen am Besten fleißig nachcremen. Wer besonders empfindliche Haut hat, sollte sich ein T-Shirt im Wasser anziehen.
  • Selbstbräuner schützen
    Nein, das ist ein Trugschluss! Die vom Selbstbräuner produzierte Bräune ist keine Schutzbarriere, wie sie es bei der vorgebräunten Haut sein kann, sondern nur eine chemische Reaktion in den oberen Hautschichten – Sonnenschutzmittel sind weiterhin nötig.
  • Dann eben Vorbräunen im Solarium
    Ja, vorgebräunte Haut bietet einen geringen Schutz und verlängert die Eigenschutzzeit – allerdings ist die Strahlung im Solarium alles andere als gesund und lässt ihre Haut altern. Und wer sich zum Vorbräunen ins Solarium legt und danach noch an die Sonne, bekommt die doppelte Dosis ab.
  • Die Sonnencreme vom Vorjahr tuts auch
    Ja, wenn die Flasche noch nicht angebrochen war und das Verfallsdatum noch nicht überschritten ist. Ansonsten kann die Wirksamkeit beeinträchtigt sein.

24. Mai 2018, 00:00 CET, Quelle: ÖKO-TEST, ak