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Tierische Wettermelder

Es gibt nicht nur den Wetterfrosch: Auch am Verhalten unserer Haustiere oder durch Beobachtung von Tieren in der freien Natur können wir so manchen Wetterwechsel ablesen.

13.08.2014, 04:00 Uhr

Tief fliegende Schwalben oder als Plage auftretende Mückenschwärem sind als Schlechtwetterboten bekannt. Doch was können uns Mieze und Zamperl  über das Wetter sagen? Oder sind die Ameisen in meinem Vorgarten doch zu etwas nutze?

Hunde:
Jede Hunderasse reagiert auf ihre Weise auf anstehende Wetterveränderungen. Bulldoggen und Foxterrier scheinen die besten lebenden Barometer zu sein. Bulldoggen werden vor Unwettern träge und lehnen das Futter ab. Vor Schönwetterperioden leben sie jedoch auf und sind sehr mobil. Der Foxterrier heult vor Regen, gräbt in der Erde und schläft sehr unruhig. Kleine »verwöhnte« Schoßhunde kuscheln sich vor einem Kälteeinbruch in die Polstermöbel, verbergen die Schnauze zwischen den Pfoten, rollen sich zusammen und dösen still vor sich hin. Das ist zwar süß anzusehen, doch eines sollte man dann nicht vergessen, eine warme Jacke zum Gassigehen! 

Schönes Wetter kommt, 

  • wenn der Hund gestreckt und möglicherweise noch mit dem Bauch nach oben liegt. Liegt er jedoch eher zusammengerollt, ist oder wird es bald kalt.

Wetteränderung naht,

  • wenn der Hund träge und faul ist oder wird.
  • wenn er ruhig hinter einem Herrchen oder Frauchen bleibt und nicht alles mit gewohntem Eifer absucht.

Regen droht,

  • wenn der Hund nur geringe Fresslust zeigt und sogar noch Reste im Napf lässt.
  • wenn der Hund anfängt, strenger zu riechen.
  • wenn der Hund auffallend heftig in der Erde herumwühlt oder sich auf der Erde herumwälzt.

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Katzen:
In Bezug auf wetterfühlende Fähigkeiten stehen Katzen den Hunden in nichts nach. Manche Menschen behaup- ten sogar, dass sie diese noch übertreffen. Die Instinkte haben sich im Laufe der Domestizierung kaum verändert. 

Kalte Temperaturen nahen,

  • wenn die Katze oft und gerne vor dem Ofen oder einer Wärmequelle liegt.
  • wenn sich die Katze nicht gern streicheln lässt (v.a. bei trockener Kälte oder Frosteinbruch).

Schönes Wetter kommt,

  • wenn die Katze fest schläft oder beim Schlafen den Bauch zeigt.
  • wenn sie sich putzt und ihre Pfoten leckt.

Regen droht,

  • wenn die Katze gern nach Haus zurückkommt und gar nicht nach draußen möchte.

Gewitter droht,

  • wenn sich die Katze deutlich unwohl fühlt, unruhig ist, schlecht frisst, nicht schläft (zumindest nicht fest)
  • und weder Mäuse fängt noch hinter Vögeln herjagt.

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Tauben: 
Die schon vor 7000 Jahren domestizierten Tauben sind heutzutage in Städten scheinbar allgegenwärtig, was ihnen den Spitznamen »Ratten der Lüfte« eingebracht hat. Sie sind schon wegen ihrer Häufigkeit ein lohnen- des Ziel zur Beobachtung ihres Wetterverhaltens. 

Schönes Wetter kommt,

  • wenn die Taube ein ausgiebiges Sonnenbad nimmt.
  • wenn Tauben auf dem Dach oder vor dem Taubenschlag ruhig sitzen.
  • wenn Wildtauben auffallend häufig rufen.

Regen droht,

  • wenn Tauben lange ausbleiben und erst spät in den Schlag zurückkehren.
  • wenn Tauben lange und ausgiebig baden.
Gewitter kommt,
 
  • wenn Tauben trotz Sonnenschein schon kurz nach dem Ausflug von den Feldern zurück in ihren Schlag eilen.

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Ameisen: 

Ameisen besitzen ein besonders gut entwickeltes, komplexes reizgesteuertes Verhalten. Daher reagieren ihre Sinnesorgane sehr sensibel auf alle sich in der Atmosphäre abspielenden Vorgänge. 

Schönes Wetter kommt,

  • wenn Ameisen geschäftig ihrer Arbeit nachgehen und Arbeitsstraßen bilden.

 Regen droht,

  • wenn Ameisen am Tag hastig nach Hause eilen und ihre Eingänge vermauern. Geschieht dies in aller Ruhe, folgt Regen erst in einigen Stunden.

Gewitter oder Unwetter droht,

  • wenn Ameisen ihre Puppen (»Ameiseneier«) in tiefere Schichten ihrer Burg schleppen und die Eingänge vermauern.

Überschwemmung oder Wolkenbruch droht,

  • wenn Ameisen versuchen, ihre Puppen in höhere Lagen zu schleppen.

Alle Tipps sind entnommen aus dem Buch „Tierische Wettervorhersage: Was Schwalbe, Kuh & Co verraten“ von Bernhard Michels.

Viel über das Wetterverhalten der Tiere verraten auch die Bauernregeln:

bauernregel

  

 

uk/blv-verlag