Neue Führungen durch Stadt und Kirchen

Wo wird das Münchner Kindl ins Bett gebracht? Was für ein Labyrinth kann man im Rathaus entdecken? In welchem Gotteshaus befindet sich eines der größten Wandfresken der Welt?

Antworten auf diese und weitere Fragen geben die Stadtrundgänge und Kirchenführungen des Münchner Bildungswerks, die vom 1. Mai bis zum 30. September 2015 stattfinden.

Ein Höhepunkt ist die Entdeckungstour „Nacht der Sinne“. „Das Besondere daran ist, dass an verschiedenen Stationen wirklich alle Sinne angesprochen werden“, sagt Monika Kramer. Die Kulturhistorikerin leitet im Münchner Bildungswerk den Fachbereich „Kunst und Kultur“. „Man erfährt auf unterhaltsame Weise viel Kurioses und Unbekanntes über das nächtliche München“, erklärt Kramer. So riechen und kosten die Teilnehmenden ofenfrische „Pfennigmuggerl“, ertasten mit einer Dunkelbrille ein Modell der Altstadt und hören am Viktualienmarkt das Lied eines Volkssängers.

Bei den Stadtrundgängen können die Besucher zwischen elf Themen wählen wie „Es grünt so grün – Hofgarten, Kabinettsgarten und Finanzgarten“, „Märkte, Märzenbier und Mangel – Vom Leben in der Münchner Au“ oder „Bäche, Bäder, Brunnen – Das Münchner Wasser“. Erstmalig im Programm sind „In München steht ein Hofbräuhaus – Von Wirtschaften und Weinschenken“ und „Stars und Sternchen – Drehorte in München“. „Bei einem Spaziergang durch die Altstadt zeigen wir die Schauplätze aus bekannten Filmen und stellen einige Produktionen mit ihren charmanten Geschichten vor“, betont Monika Kramer.

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Ein spezielles Angebot des Münchner Bildungswerks sind die Stadtrundgänge „Kirche plus“. Es geht dabei um die Beziehung zwischen einem Gotteshaus und dem jeweiligen Stadtviertel. Zwölf Touren sind möglich. Neu sind „Kirche und Künstler – Die Asamkirche und das Hackenviertel“, „Kirche und Isarstrand – St. Lukas und die Praterinsel“, „Kirche und Platz – Rund um den St.-Jakobs-Platz“ und „Kirche und Piazza“. „Bei dieser Führung geht es u.a. um die Theatinerkirche, die Feldherrnhalle, das Café Tambosi und die Frage, warum München zu Recht als nördlichste Stadt Italiens gilt“, so Kramer..

Bei den Kirchenführungen sind der Dom und neun weitere Gotteshäuser wie Herz-Jesu in Neuhausen oder St. Peter mit kostenlosem Turmbesuch vertreten. Im Dom werden Sonntag, Dienstag und Donnerstag um 14 Uhr Besichtigungen angeboten. Dabei darf auch der Chorraum betreten werden. Süddeutschlands größte Hallenkirche ist mit ihren „welschen Hauben“ eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Am 3. Juni, 15. Juli und 9. September 2015 finden unter dem Motto „Den Dom be-greifen“ Tastführungen statt für Blinde oder Sehende mit Augenbinde. Zum ersten Mal kann auch St. Matthäus besichtigt werden. Die evangelische Kirche in der Nußbaumstraße trägt den liebevollen Spitznamen „Herrgotts Achterbahn“.

Domführung

Alle Kirchenführungen dauern eine Stunde und kosten sechs Euro. Die Stadtrundgänge und die „Kirche plus“-Veranstaltungen sind 90 Minuten lang und kosten neun Euro.. Die „Nacht der Sinne“ dauert 90 Minuten und kostet 13 Euro. Schüler, Studierende und Senioren zahlen elf Euro. Die Teilnahme ist ohne Voranmeldung möglich. Gruppen- und Spezialführungen für Altstadt, Kirchen und Museen können jederzeit vereinbart werden – auch in englischer und italienischer Sprache. Auf Wunsch veranstaltet das Münchner Bildungswerk behindertengerechte Touren.

Weitere Informationen stehen in der Farbbroschüre „Führungen durch Stadt und Kirchen 2015“, die kostenlos und unverbindlich beim Münchner Bildungswerk, Dachauer Str. 5/II, 80335 München, Telefon 089/54 58 05-0 erhältlich ist oder auf www.muenchner-bildungswerk.de heruntergeladen werden kann.

02. Mai 2015, 12:00 CEST, Münchner Bildungswerk e.V, ak