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Vor allem der Montag war heftig

Das Ausflugswetter hat Menschenmassen in den Münchner Süden getrieben - viele Orte haben vor allem mit Wildparkern zu kämpfen

Es gab vermutlich kaum jemanden, der am langen Wochenende nicht draußen unterwegs war. Tausende hat es in den Münchner Süden an die Seen und in die Berge gezogen. Das war Samstag und Sonntag noch im Rahmen, der Montag gestern war durch das gute Wetter aber ziemlich heftig.

Wildparker als großes Problem

Ein Beispiel für Massenandrang war (mal wieder) Kochel am See. Montagnachmittag wurde der Ort förmlich geflutet von Tagesausflüglern.

„Das ist heute richtig heftig“

Thomas Holz, Bürgermeister Kochel am See.

Holz beklagt sich dabei vor allem über rücksichtslose und wilde Parker, die Polizei war dadurch im Dauereinsatz.

Das Ganze in noch schlimmer sehen wir beim Blick ins Oberallgäu. Die Wanderparkplätze waren gestern schnell voll, sodass viele Ausflügler ihre Autos einfach dort abgestellt haben, wo es ihnen gepasst hat.

„Das komplette Allgäu ist voll, übervoll, von Füssen bis Lindau“

Ein Polizeisprecher auf Anfrage

Über mehrere Kilometer war zum Beispiel die komplette Kreisstraße zwischen Sonthofen und Oberstdorf nahezu zugeparkt. Die Polizei kam mit dem Verteilen von Strafzetteln demnach kaum noch hinterher gekommen

Gut gefüllte Seen

Mit der gleichen Situation hatte auch der Landkreis Starnberg zu kämpfen. Die Beliebten Ausflugsziele wie das Paradies in Possenhofen zum Beispiel oder das Kloster Andechs haben die Menschen angezogen. Die Parkplätze rund um die Seen waren voll, das Landratsamt hat die Besucher auch explizit gebeten, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Ein schöner Service: Die Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung im Landkreis Starnberg informiert mit einem Ausflugs-Ticker rund um die Uhr über die aktuelle Situation. Zum Beispiel auch, wenn Parkplätze oder Strandbäder voll sind.

Ruhiger war es am Chiemsee und der Zugspitze

Am Chiemsee war es am Wochenende vergleichsweise ruhig, auch weil es noch kein Badewetter hatte, so ein Sprecher der örtlichen Tourismusbranche. Am Montag sei es aber auch dort voller gewesen.

Die Zugspitzbahn in Garmisch-Partenkirchen sieht bei den Besucherzahlen noch viel Luft nach oben. Am Samstag zum Start nach der Corona-Sperre war der Betrieb demnach sehr dürftig, am Sonntag mit 700 Besuchern schon besser. Die Kapazität unter den Corona-Einschränkungen steht laut eines Sprechers bei etwa 2500 Besuchern pro Tag. Ohne Einschränkungen sind es an einem guten Tag 5000.


02. Juni 2020, 07:51 CEST, Aufmacher-Karl-Josef Hildenbrand, News