
Oktoberfest 2026 ist Rekord-Wiesn: 7,4 Millionen Besucher in München
So viele Menschen wie noch nie haben das Oktoberfest besucht: Nach einer ersten Schätzung der Stadt München kamen an den 16 Festtagen rund 7,4 Millionen Gäste auf die Theresienwiese. Auch beim Bierabsatz gab es ein Plus. Einen eindeutigen Wiesn-Hit gab es dagegen nicht.
Die Wiesn 2026 ist nach Angaben der Festleitung die bislang meistbesuchte in ihrer Geschichte. Rund 7,4 Millionen Besucherinnen und Besucher kamen bis einschließlich Sonntag, 4. Oktober, auf das Festgelände. 2025 waren es 6,5 Millionen – dieses Jahr also etwa 900.000 mehr. Die Zahlen stammen aus dem vorläufigen Schlussbericht der Stadt.
Auch die Oide Wiesn legte zu: Sie zählte rund 447.000 Gäste, nach 360.000 im Vorjahr. Besonders deutlich stiegen die Besucherzahlen unter der Woche. Die Stadt führt das unter anderem auf ihre Kampagne zurück, die zu Wiesn-Besuchen an Werktagen aufgerufen hatte.
Rund 6,7 Millionen Liter Festbier ausgeschenkt
Nach Angaben des Vereins der Münchner Brauereien wurden rund 6,7 Millionen Maß Festbier getrunken – das entspricht etwa 6,7 Millionen Litern. Im Vorjahr waren es rund 6,5 Millionen Maß. Gefragter waren auch alkoholfreies Bier und Weißbier. Beim Essen meldeten die großen Wiesnwirte ein leichtes Plus; auch das klassische Hendl war wieder beliebter.
Sicherheitskonzept verhindert Überfüllung
Trotz des Besucherrekords gab es laut Stadt keine Überfüllungslage auf dem Festgelände. Die Festleitung bewertet das weiterentwickelte Sicherheitskonzept positiv. Eine neue Sicherheitszentrale, zusätzliche Kameras und die Beobachtung der Besucherströme sollten helfen, frühzeitig auf Gedränge zu reagieren.
An mehreren Samstagen wurden Haupteingänge beziehungsweise der Zugang an der Bavaria vorübergehend gesperrt und Gäste zu anderen Eingängen umgeleitet. Die Sperrungen dauerten laut Stadt jeweils rund 30 Minuten und entspannten die Situation auf dem Gelände.
Die Polizei berichtete mit Stand vom 3. Oktober von rund 1.600 Einsätzen – angesichts der höheren Gästezahl mehr als im Vorjahr. Auch die Sanitätsstation behandelte mehr Menschen; die Patientenzahl stieg um 18,5 Prozent. Überschattet wurde die Wiesn vom tödlichen Unfall eines Mitarbeiters am Fahrgeschäft „Hangover“.
„Gute Laune“ beliebt – aber kein eindeutiger Wiesn-Hit
Den einen Wiesn-Hit 2026 gab es laut Festleitung nicht. Das Kinderlied „Gute Laune“ von GroßstadtEngel gehörte als Neuzugang zu den Publikumslieblingen. Daneben wurden Klassiker wie „Hey Baby“, „Take Me Home, Country Roads“ und „Fürstenfeld“ gefeiert.
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