
Ein Jahr nach FTI-Pleite: Meiste Reisende entschädigt
Langes Verfahren erwartet
Die sogenannte Befriedigungsquote – also der Anteil der Forderungen, der bezahlt werden kann – dürfte im einstelligen Prozentbereich liegen. Das ist für Insolvenzverfahren keine untypische Größe. Zudem wird sich das Verfahren wohl lange hinziehen.
Dazu tragen laut Bierbach auch die sehr komplexen Konzernstrukturen bei. Die Abwicklung des Konzerns – mit rund 11.000 Mitarbeitern und 110 in- und ausländischen Gesellschaften mit dezentraler Organisationsstruktur – habe sehr hohe Anforderungen an alle Beteiligten gestellt.
Hotelverkäufe sollen Arbeitsplätze retten
Besser sieht es für die meisten der ursprünglich 54 Hotels aus, die zum Konzern gehörten. Bisher seien sieben Hotels verkauft, bei zweien laufe der Verkaufsprozess. Weitere seien zwar noch nicht spruchreif, hieß es, die meisten würden aber voraussichtlich bis Ende des Jahres verkauft.
Erst ein Hotel habe bisher schließen müssen, das habe aber nicht nur an der Insolvenz gelegen. Bei den meisten Hotels handelt es sich dabei um gepachtete Anlagen, bei denen die Immobilie nicht im Eigentum von FTI ist. Durch die Hotelverkäufe sollen rund 3.500 Arbeitsplätze gerettet werden. Wie viel Geld aus den Verkäufen erlöst werden kann, ist allerdings noch offen.
Quelle: dpa
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