
Um Wasser zu sparen: München schaltet städtische Brunnen zeitweise ab
Wasserpegel auf Tiefstand: München ruft zum Wassersparen auf
In München wird das Wasser knapp: Nach der Rekordhitze der vergangenen Tage ist der Trinkwasserverbrauch stark gestiegen. Gleichzeitig ist wegen der geringen Niederschläge im Frühjahr deutlich weniger Grundwasser nachgebildet worden. Die Entnahmekapazitäten der Stadtwerke München sind nach Angaben der Stadt fast ausgeschöpft.
Taskforce und erste Maßnahmen
Oberbürgermeister Dominik Krause hat eine Taskforce einberufen, die weitere Schritte koordinieren soll. Die Trinkwasserversorgung in München ist laut Stadt aktuell gesichert. Sollte der Verbrauch aber nicht sinken, könnten weitere Maßnahmen folgen.
Die Stadt setzt bereits erste Sparmaßnahmen um: Besonders wasserintensive Zierbrunnen werden abgeschaltet oder laufen kürzer. Außerdem wird bei Grünanlagen, Sportflächen, Schulschwimmbädern, der Gebäudereinigung und beim städtischen Fuhrpark Wasser eingespart.
Städtische Brunnen zeitweise abgeschaltet
Abgeschaltet werden folgende Brunnen:
- Marienplatz: Fischbrunnen
- Alter Botanischer Garten: Neptunbrunnen
- Petuelpark: Küchengarten/Wasserdüsen
- Reindl-/Saherstraße: Mutter mit Kind
- Münchner Freiheit: Kaskaden
- Thierschplatz: Ceresbrunnen
- Arthur-Kutscher-Platz: Arthur-Kutscher-Brunnen
- Waisenhausstraße: Hubertusbrunnen
- Altostraße (Giglweg): Dorfbrunnen / Giglbrunnen
- Regerplatz: Reiherbrunnen
Zehn der 150 Zierbrunnen, die aufgrund technischer oder örtlicher Gegebenheiten zu den Spitzenverbrauchern zählen, werden innerhalb von 1 bis 2 Werktagen abgeschaltet. Dies spart 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen ein. Zusätzlich wird sukzessive bei 56 Brunnen mit Zeitschaltuhr die Betriebszeit von 14 auf 10 Stunden täglich reduziert (neue Laufzeit: von 10 bis 20 Uhr), um die Brunnen während der heißesten Tageszeiten zur Abkühlung der Menschen in Betrieb zu halten und gleichzeitig den Wasserverbrauch um weitere rund 30 Prozent zu senken.
Appell an die Bürger
Die Stadt und die SWM rufen die Münchnerinnen und Münchner auf, ebenfalls Wasser zu sparen. Auf das Bewässern von Gärten und Rasenflächen, das Befüllen von Pools sowie auf Autowäschen sollte möglichst verzichtet werden. Auch Duschen statt Baden hilft, den Verbrauch zu senken.
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