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Erfolg vor der Wehrdienstpause: Die Band BTS kommt zu den 64th Annual Grammy Awards im Jahr 2022. (Archivfoto) — © Jordan Strauss/Invision/AP/dpaJordan Strauss/Invision/AP/dpaK-Pop

BTS-Hype in München: Je 70 000 Fans bei zwei Konzerten in der Allianz-Arena

München/Seoul (dpa) - Die südkoreanische Erfolgsband BTS hat nach einer mehrjährigen Pause ihr Konzertcomeback in Deutschland gefeiert: Am Samstag spielten die sieben Mitglieder in der restlos ausverkauften Allianz-Arena in München, das zweite Konzert am Sonntag. 

Es sind die einzigen Konzerte in Deutschland während ihrer ausgiebigen Welttournee, die insgesamt fast 90 Auftritte in mehreren Kontinenten umspannt - von Australien bis nach Chile. In München tummelten sich zahlreiche K-Pop-Fans, teils aufwendig gestylt. 

Der Andrang auf die Karten ist auch deshalb enorm, weil BTS erstmals nach einer fast vierjährigen Pause wieder in die Öffentlichkeit tritt. Seit Ende 2022 hatten RM, Jin, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook nacheinander ihren in Südkorea verpflichtenden Militärdienst absolviert. Ende März läutete die Band schließlich ihr Comeback mit dem Album «Arirang» ein, das nach dem wohl bekanntesten koreanischen Volkslied benannt ist.

 

Seit ihrem Debüt 2013 hat BTS einen beachtlichen Weg zurückgelegt - vom einstigen Geheimtipp aus Südkorea zur wohl erfolgreichsten Pop-Band der Gegenwart. Die Gruppe gehört zudem zu den wenigen Musikacts, denen es gelungen ist, die lange Zeit nahezu unangefochtene kulturelle Dominanz westlicher Popmusik zumindest teilweise zu durchbrechen. Anlass genug also, einmal hinter den Hype zu blicken.

Was macht BTS so erfolgreich? 

Die Band profitierte zwar vom bereits zuvor geebneten Erfolg der sogenannten koreanischen Welle («Hallyu»), doch im K-Pop-Universum sticht BTS durch mehrere Besonderheiten hervor: So sind die Mitglieder nicht nur an vielen ihrer Musikproduktionen maßgeblich beteiligt, sondern schreiben auch ihre Songs selbst. Inhaltlich sprechen sie zudem viele universelle Themen an, die zuvor von den meisten Bands gemieden wurden: psychische Gesundheit, gesellschaftlicher Leistungsdruck, Selbstakzeptanz und -zweifel.

Eine entscheidende Rolle spielt auch die außergewöhnlich enge Bindung von BTS an ihre Fangemeinde, die sich «Army» nennt. Seit Beginn ihrer Bandgeschichte nutzt BTS soziale Medien, um eine treue, weltweite Anhängerschaft aufzubauen. 

In den vergangenen Jahren hat BTS etliche Rekorde gebrochen: Ihre 2020 erschienene Hitsingle «Dynamite» erreichte allein auf YouTube innerhalb von 24 Stunden über 100 Millionen Aufrufe. Zudem ist BTS die erste K-Pop-Band, die den ersten Platz der Billboard Hot 100 erreicht hat. Mittlerweile haben sieben ihrer Singles den Spitzenplatz erklommen, zuletzt der Sommersong «Swim» vom aktuellen Album «Arirang». 

Quelle: dpa

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