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Erst 2019 wurde die Tat als rechtsradikaler Anschlag eingestuft - die Inschrift des Denkmals wurde daraufhin 2020 angepasst. (Archivbild)  — © Tobias Hase/dpaTobias Hase/dpa22. Juli 2016

OEZ-Attentat jährt sich zum zehnten Mal

Am Mittwoch, 22. Juli, jährt sich der rassistische Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) zum zehnten Mal. Zum Tatzeitpunkt um 17:51 Uhr wird der Opfer unter anderem mit einer Schweigeminute gedacht. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) beteiligt sich und unterbricht dafür kurzzeitig den Betrieb, um ein Zeichen des gemeinsamen Erinnerns zu setzen.

Was ist damals passiert?

Der 18-jährige Täter forderte auf Facebook User auf, am Spätnachmittag in die McDonalds-Filiale am OEZ zu kommen. Dort verübte der Schüler, der mit einer Schusswaffe aus dem Darknet bewaffnet war, kurz darauf seine Gräueltat. Um 17:51 Uhr begann er, auf eine Gruppe Menschen im Schnellrestaurant zu schießen. Weitere Opfer fand er im Freien und im Olympia-Einkaufszentrum. Vom Parkdeck aus richtete er seine Waffe auch auf Anwohner, bevor er sich ein Versteck in einer Wohngegend gesucht hat. Gegen 20:30 Uhr endete das Grauen: Der Täter verließ sein Versteck und wurde kurz darauf von Polizisten entdeckt. Zu einer Festnahme kam es nicht: Der Schütze erschoss sich selbst.

Neun Menschen wurden bei dem rassistischen Anschlag ermordet., © picture alliance / dpa

Die Opfer hatten alle einen Migrationshintergrund

Neun Menschen wurden an diesem Tag brutal aus dem Leben gerissen. Sie alle mussten sterben, weil sie muslimischer Herkunft, Sinti oder Roma waren. Zuerst wurde die Tat als nicht politisch motiviert eingestuft. 2019  wurde diese Aussage durch drei Gutachten im Auftrag der Stadt München revidiert: Der Täter habe seinen Anschlag aus einer rassistischen Motivation heraus ausgeführt.

MVG-Fahrzeuge stehen während Schweigeminute still

Um 17:51 stehen alle öffentlichen Verkehrsmittel der MVG – U-Bahnen, Trams und Busse – für eine Minute still. Um den Aufenthalt auf freier Strecke beziehungsweise im Tunnel zu vermeiden, bleiben die Fahr-zeuge in Einzelfällen bereits kurze Zeit vorher an der nächstgelegenen Haltestelle oder einer anderen passenden Stelle stehen.

Die Fahrgäste werden sowohl in den Fahrzeugen als auch an den Haltestellen über digitale Anzeigen und Durchsagen darauf hingewiesen.

Umleitungen mehrerer Buslinien im Bereich des OEZ

Wegen der Sperrungen anlässlich der Gedenkveranstaltung muss die MVG ab 5 Uhr morgens bis ca. 24 Uhr mehrere Buslinien umleiten:

  • Die Expressbuslinien X35 und X36 werden zwischen Bingener Straße und Oberwiesenfeld umgeleitet. Die Haltestelle Olympia-Einkaufszentrum West entfällt. Stattdessen wird die Haltestelle Olympia-Einkaufszentrum (Linie 175 Richtung Ludwigsfeld bzw. Linie 50 Richtung Dessauerstraße) bedient.
  • Die Linien 50, 60 und 163 werden zwischen Lassallestraße und Dessauerstraße umgeleitet. Die Haltestellen Olympia-Einkaufs-zentrum West und Olympia-Einkaufszentrum entfallen. Auf der Umleitungsstrecke werden der Haltestelle Olympia-Einkaufszentrum Ost (Linie 175) sowie in Richtung Dessauerstraße die Haltestelle Riesstraße (Linie 175 Richtung Georg-Brauchle-Ring) bedient.
  • Der Bus 175 wird zwischen Olympia-Einkaufs-Zentrum und Olympia-Pressestadt umgeleitet. Die Haltestellen Olympia-Einkaufs-zentrum West, Riesstraße und Olympia-Einkaufszentrum Ost ent-fallen. In Richtung Georg-Brauchle-Ring wird zusätzlich die Halte-stelle Olympia-Einkaufszentrum (Linie 50 Richtung Dessauerstraße) bedient.
  • Beim Bus 51 entfällt darüber hinaus von ca. 7 Uhr bis ca. 17 Uhr die Endhaltestelle Moosach Bf. Die Busse wenden in dieser Zeit vorzeitig an der Haltestelle Bunzlauer Platz.

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