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Ein gebrauchter Tag für Augsburg-Torwart Finn Dahmen. — © Jan Woitas/dpaJan Woitas/dpaFußball-Bundesliga

Mit fünf Watschn in die Pause: Augsburg wird durchgereicht

Fünf Leipziger Tore haben auch den letzten Funken Hype beim FC Augsburg vorerst ausgelöscht. Zwei Monate nach dem famosen Bundesligastart der Schwaben inklusive Tabellenführung ist das Team von Trainer Manuel Baum ganz weit durchgereicht worden. Das 2:5 (1:3) auswärts bei RB sorgt für eine ganz ungemütliche Länderspielpause. «Das ist derzeit keine gute Phase von uns», betonte Kapitän Jeffrey Gouweleeuw.

Und das ist fast noch untertrieben. Die Augsburger sind seit sieben Ligaspielen ohne Sieg, in der Zeit sprangen nur drei Punkte heraus. Die Unentschieden gegen Bayer Leverkusen und den FC Bayern (jeweils 2:2) waren beachtlich - Niederlagen etwa in Bremen (2:3) und Elversberg (3:4) aber ärgerten sehr.

Kein Mittel gegen DFB-nominierten Gruda 

Und nun eine Handvoll Watschn in Leipzig als schmerzhafte Verabschiedung in die Länderspielpause. «Die fünf sind einfach zu viel», haderte Coach Baum. Der Trainer lobte die individuelle Klasse des Champions-League-Teams von Martín Demichelis. Ezechiel Banzuzi (34. Minute), Christopher Nkunku (35.), David Raum (45.+1), Romulo (60.) und Christoph Baumgartner (66.) erzielten die Tore.

Der überragende Mann auf dem Feld war aber Brajan Gruda, der «gefühlt alleine das Spiel dreht. Das müssen wir besser verteidigen als Mannschaft», haderte Gouweleeuw. Der Leipziger Offensivakteur war von Bundestrainer Jürgen Klopp für die anstehenden Nations-League-Partien nominiert worden.

Sieben Führungen - kein Sieg

Bei der vorigen Länderspielphase waren auch noch zwei Augsburger dabei, Torhüter Finn Dahmen und Verteidiger Hennes Behrens. Besonders für sich werben konnten die beiden zuletzt aber nicht - dafür zeigt die Formkurve von Augsburg viel zu steil nach unten. Dass es den Schwaben als erster Mannschaft in der Liga-Saison gelang, in Leipzig ein Tor zu schießen, war kein Trost. 

Anton Kade hatte gleich in der ersten Minute mit seinem Treffer die Hoffnung auf einen Coup geweckt. Uchenna Ogundus (90.+3) Tor zum Endstand war nur noch Ergebniskosmetik. Sechsmal ging der FCA in den sieben Matches in Führung - für einen Sieg reichte es nie. «Es ist natürlich bitter», sagte Fabian Rieder. «Wir haben Qualität, sind aber noch zu fahrlässig in einigen Aktionen, dementsprechend holen wir keine Punkte. Das müssen wir schleunigst ändern.»

Baums Devise: «Nachdenken aus den Köpfen bekommen»

Gouweleeuw stimmte zu: «Insgesamt war das heute zu wenig. Wir müssen wieder Galligkeit zeigen und konsequenter verteidigen. Jetzt müssen wir auf uns schauen, dranbleiben und gemeinsam da wieder rauskommen.»

Vor elf Monaten hatte Baum den Trainerjob von Sandro Wagner übernommen - nun steckt er selbst mit den Fuggerstädtern in der Krise. «Wir dürfen die aktuelle Phase nicht überdramatisieren, aber auch nichts schönreden», sagt Baum. «Wir müssen unsere Tore weiter machen, gleichzeitig die Gegentore reduzieren und wieder dieses Nachdenken aus den Köpfen bekommen.» Das Augsburger Pech: Nun hat das Team gar zwei Wochen Zeit zum Nachdenken.

Quelle: dpa

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