
Tierpark Hellabrunn: Baumstachler zieht in die Polarwelt
Neuer Bewohner in der Polarwelt
Im Tierpark Hellabrunn in München lebt jetzt ein Nordamerikanischer Baumstachler, auch Urson genannt. Das Weibchen ist in die Polarwelt eingezogen und bekommt in einigen Wochen Gesellschaft von einem Männchen.
Aus der Fuchsanlage wird ein neues Zuhause
Der Baumstachler bewohnt die ehemalige Polarfuchsanlage. Der Tierpark hat das Gehege umgestaltet und an die Bedürfnisse der neuen Tierart angepasst. Noch gewöhnt sich das Weibchen an sein Zuhause. Wenn ihr die Polarwelt Hellabrunn besucht, entdeckt ihr es deshalb vielleicht nicht auf der Außenanlage.
Rund 30.000 Stacheln als Schutz
Nordamerikanische Baumstachler gehören zu den Nagetieren. Ihr auffälliges Fell trägt rund 30.000 Stacheln. Diese schützen vor Fressfeinden. Kleine Widerhaken sorgen dafür, dass die Stacheln in der Haut eines Angreifers stecken bleiben können. Dabei lösen sie sich vom Körper des Baumstachlers.
Langsam unterwegs, geschickt im Baum
Am Boden bewegen sich Ursons eher langsam. In Bäumen und Sträuchern sind sie geschickte Kletterer. Ihre kräftigen Krallen geben ihnen Halt. Sie fressen unter anderem Blätter, Knospen, Rinde und Früchte.
Anpassungsfähig in Nordamerika
Die Tiere leben in weiten Teilen Nordamerikas und kommen mit verschiedenen Lebensräumen zurecht. Dazu gehören Wälder und Strauchland. „Baumstachler sind faszinierende Tiere, die sich durch ihre besondere Anpassungsfähigkeit auszeichnen“, sagt Dr. Eric Diener. Er ist als zoologischer Kurator für die Polarwelt zuständig.
Nachwuchs braucht noch Zeit
Beide für Hellabrunn vorgesehenen Tiere sind 2026 geboren. Mit etwa zwei Jahren können sie selbst Nachwuchs bekommen. Zunächst müssen sie sich kennenlernen. Wenn sie sich gut verstehen und die Bedingungen passen, sind später Jungtiere möglich.

