Am Wochenende (13.-15. Februar 2026) findet die 62. Münchner Sicherheitskonferenz (Siko) statt. Über 450 hochrangige Entscheidungsträger und Meinungsführer aus aller Welt, darunter Staats- und Regierungschefs, Minister und Vertreter internationaler Organisationen reisen an. Austragungsort ist das Hotel Bayerischer Hof und Rosewood Munich in der Innenstadt von München.
Die Teilnehmerliste ist wie jedes Jahr hochkarätig. Dieses Jahr ist sogar mit einem Rekord-Andrang zu rechnen. Bereits 65 Staats- und Regierungschefs haben ihre Anwesenheit bestätigt, darunter unser Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Britischer Premierminister Keir Starmer und dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kommt nach München. Aus dem US-Parlament werden über 50 Senatoren und Abgeordnete des Repräsentantenhauses erwartet.
Für Anwohner und Einheimische ist die Sicherheitskonferenz vor allem eins: eine Verkehrsbehinderung. Es gibt spezielle Sicherheitsbereiche und umfangreiche Verkehrsregelungen in der Münchner Innenstadt während der Konferenz (ab Freitag, 13.2., ca. 4 Uhr bis Sonntag, 15.2., ca. 16:30 Uhr). Was ihr wissen müsst:
Sicherheitsbereich: Um die Hotel Bayerischer Hof und Rosewood gib es einen abgesperrten Sicherheitsbereich mit Kontrollmaßnahmen. Das Betreten und Passieren ist nur Personen mit einer besonderen Erlaubnis und mit entsprechendem Nachweis gestattet. Rund um die Hotels gilt zudem ein Fahr- und Parkverbot für Mikromobilitätsfahrzeuge. E-Tretroller, Pedelecs und E-Motorroller dürfen in den Sicherheitsbereichen nicht abgestellt, bereitgestellt oder genutzt werden.
Sperrungen: Vollsperrungen und Halteverbotszonen in der Münchner Innenstadt, vor allem rund um den Veranstaltungsort. Die Polizei empfiehlt für das ganze Wochenende nicht mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren, sondern stattdessen auf die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen. Mit kurzzeitige Straßensperrungen ist auch im Großraum München, besonders auf den Autobahnen A99 und A92 zu rechnen, wenn die großen Delegationen vom Flughafen zum Hotel kommen müssen.
Öffentlicher Nahverkehr: Tram- und Buslinien werden eingeschränkt oder umgeleitet, manche Haltestellen werden voraussichtlich nicht angefahren.
Von Freitag, 13.2., ab ca. 4 Uhr bis Sonntag, 15.2., ca. 16:30 Uhr ist unter anderem der Streckenabschnitt Maxmonument – Karlsplatz (Stachus) gesperrt. Die Haltestellen Lenbachplatz, Marienplatz (Theatinerstraße), Nationaltheater und Kammerspiele werden also nicht angefahren.
Bei der Tramlinie 19 und 20 ist ebenfalls mit massiven Einschränkungen zu rechnen. Die Tram 19 und die NachtTram N19 werden zwischen Hauptbahnhof Süd und Maxmonument über Sendlinger Tor und Isartor umgeleitet. Der Abschnitt Hauptbahnhof (Bahnhofsplatz) – Kammerspiele entfällt. Die Tram 21 wird zwischen Hauptbahnhof Nord und Max-Weber-Platz über Sendlinger Tor und Isartor umgeleitet. Der Abschnitt Lenbachplatz – Maximilianeum kann nicht bedient werden. Aufgrund der weiträumigen Sperrung kann auch kein Ersatzverkehr eingerichtet werden.
Rund um die Münchner Sicherheitskonferenz stehen zahlreiche Demonstrationen an. An kommenden Wochenende werden bis zu 120.000 Demonstranten erwartet. Vor allem am Samstag, den 14. Februar, rechnet die Polizei in der Innenstadt mit einer hohen Anzahl an Versammlungen.
Hier die drei größten geplanten Versammlungen:
Das "Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz" organisiert die größte Demonstration. Die Auftaktkundgebung startet um 13 Uhr am Karlsplatz/Stachus. Die Demonstration verläuft über den Odeonsplatz bis zum Marienplatz. Parallel dazu wird es eine Protestkette in der Fußgängerzone zwischen Stachus und Marienplatz geben. Die Abschlusskundgebung findet um 15 Uhr am Marienplatz statt.
Internationale Münchner Friedenskonferenz unter dem Motto "Gegen den Strom der Gewalt!": Veranstaltungsort für das gesamte Konferenzwochenende ist das Salesianum, St. Wolfgangs-Platz 11, in München.
Der Verein The Munich Circle hat 100.000 Teilnehmer für eine geplante Versammlung «Menschenrechte und Freiheit im Iran. Internationale Solidarität mit dem iranischen Volk» auf der Theresienwiese (12-17 Uhr) angemeldet.
Aufgrund der vielen Versammlungen mit und ohne Bezug zur Münchner Sicherheitskonferenz empfiehlt es sich insbesondere am Samstag, 14. Februar 2026, die Innenstadt nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu besuchen. Vor und nach der geplanten Großdemonstration auf der Theresienwiese ist ein erhöhtes Fahrgastaufkommen in den öffentlichen Verkehrsmitteln und Fußgängeraufkommen rund um die Theresienwiese zu erwarten.
Die Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) ist eine jährliche internationale Konferenz zur Sicherheitspolitik, die erstmals 1963 veranstaltet wurde. Sie bietet eine Plattform für den konstruktiven Austausch zwischen hochrangigen Vertretern aus Politik, Militär, Wissenschaft und Wirtschaft.