10.03.2015

Am Freitag: Warnstreiks in Bayern

„Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind bisher enttäuschend verlaufen – die Warnstreiks sind deshalb die logische Folge“, erklärte der Stellvertretende Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, Norbert Flach.

Aufgerufen zu den Arbeitsniederlegungen sind Beschäftigte aus Verwaltungen, Gerichten, Hochschulen, Studentenwerken, Autobahn- und Straßenmeistereien, Flussmeisterstellen, Wasserwirtschaftsämter, Bauämtern, Theatern und Klinika.

ver.di fordert für die Beschäftigten eine Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber 175 €. Die öffentlichen Arbeitgeber haben dagegen bis heute kein Angebot unterbreitet. „Statt zügig zu verhandeln und damit eine Tarifeinigung schnell zu ermöglichen, verbindet die TdL die Bereitschaft zu Entgelterhöhungen mit der Forderung nach Eingriffen in die zusätzliche Altersversorgung der Beschäftigten – und das geht gar nicht“, stellte Flach klar.

Wer einerseits die gesetzliche Rente auf 43 Prozent kürze und dann noch die Zusatzrente um weitere 20 Prozent zusammenstreichen wolle, „handelt nicht nur unsozial, sondern erpresst die Beschäftigten“, kritisierte Flach. Die einzig adäquate Antwort vor dem letzten Verhandlungstermin ab 16. März seien deshalb nun Warnstreiks.

dpa-infocom

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