Bild: Monika Skolimowska
21.07.2020

Corona in Bayern: So soll es für die Kitas weitergehen

Das Infektionsgeschehen in Bayern sei stabil: Zwar gebe es nach wie vor immer wieder sogenannte Hotspots, aber dabei könne das Infektionsgeschehen meistens nachverfolgt werden, sagte der Leiter der Staatskanzlei, Florian Herrmann, im Anschluss an die Beratungen. 0,4 bis 0,6 Prozent der Tests seien positiv – Anfang Mai habe dieser Anteil noch etwa 6 Prozent betragen. Dennoch gelte es, weiterhin vorsichtig zu sein – gerade auch im Hinblick auf den derzeitigen Reiseverkehr. 

Nach den Ferien wieder in die Kita

Ab dem 1. September sollen Krippen, Kindergärten und Horte wieder in den Regelbetrieb gehen. Voraussetzung ist ein stabiles Infektionsgeschehen. Außerdem soll es neue Maßstäbe geben, was die Regelung anbelangt, ab wann ein Kind zuhause bleiben muss. Das hat Familienministerin Carolina Trautner angekündigt. Im Moment dürfen nur völlig symptomfreie Kinder die Kita besuchen. Bei einer positiven Entwicklung des Infektionsgeschehens sollen Erzieher ab September mit Hilfe eines Leitfadens entscheiden, ob Kinder mit einem leichten Schnupfen weiterhin die Kita besuchen dürfen, da mit sinkenden Temperaturen auch wieder die Erkältungszeit beginnt. Wie für die Schulen auch gibt es nach den Ferien für Kitas und andere Betreuungseinrichtungen ein 3-Stufen-Modell, je nachdem wie das Infektionsgeschehen sich entwickelt. Je nachdem, wie sich das Infektionsgeschehen in verschiedenen Regionen entwickelt, sollen dann lokale Unterschiede gemacht werden. Stufe 1 steht dabei für den Regelbetrieb in den Kitas. Bei Stufe 2 soll nach wie vor ein Betrieb in den Kitas mit reduzierter Gruppengröße möglich sein. Kommt es wieder zu einem Anstieg der Neuinfektionen, soll die dritte Stufe greifen, bei der es dann wieder Notbetreuungsangebote geben wird.

Bayern hat Testungen ausgeweitet

Über 20.000 Testungen werden in Bayern im Schnitt pro Tag inzwischen durchgeführt – auch, weil inzwischen Menschen ohne Symptome getestet werden können, gab Gesundheitsministerin Melanie Huml bekannt. Durch vermehrte Testungen sei es auch möglich, dass auch Infizierte, die keine Symptome haben, von ihrer Erkrankung frühzeitig erfahren und somit das Virus weniger verbreiten können. 

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