Vom 13. bis 19. April läuft in vielen Bundesländern erneut die sogenannte Speedweek. Höhepunkt der Aktionswoche ist der Blitzermarathon am 15. April. Dann wird auf Deutschlands Straßen besonders intensiv geblitzt. Ziel der Aktion ist es, Temposünder abzuschrecken und die Zahl schwerer Unfälle zu senken.
Zu hohe oder nicht angepasste Geschwindigkeit gehört weiterhin zu den größten Risiken im Straßenverkehr.
Gerade auf Landstraßen führt Raserei immer wieder zu schweren und tödlichen Unfällen.
In Bayern war überhöhte Geschwindigkeit im Jahr 2025 bei 26,4 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle eine Ursache. Im Jahr davor lag der Wert sogar bei 28 Prozent. Genau dort setzen die verstärkten Kontrollen an.
Ein Schwerpunkt der Speedweek liegt erneut auf Landstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften.
Dort passieren besonders häufig schwere Unfälle bei hohen Geschwindigkeiten.
Kontrolliert wird aber nicht nur außerorts. Auch innerorts sowie auf weiteren stark befahrenen Strecken müssen Autofahrer mit Messstellen rechnen.
In Bayern läuft der Blitzermarathon von 15. April, 6 Uhr, bis 16. April, 6 Uhr. Nach Angaben des Innenministeriums sind dort rund 2.000 Polizistinnen und Polizisten sowie Kräfte der kommunalen Verkehrsüberwachung im Einsatz. Geblitzt wird an etwa 1.570 Messstellen. Die Standorte sind auf der Internetseite des bayerischen Innenministeriums veröffentlicht.
Schon wenige km/h zu viel können teuer werden. Je nach Verstoß drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg oder sogar ein Fahrverbot. Wer geblitzt wird, sollte einen Bußgeldbescheid aber trotzdem genau prüfen. Denn nicht jede Messung ist automatisch fehlerfrei.
Beim Blitzen kann einiges schiefgehen. Messgeräte können falsch aufgestellt sein oder nicht vorschriftsmäßig geeicht worden sein. Auch schlechte Fotos können problematisch werden, wenn der Fahrer darauf nicht eindeutig zu erkennen ist.
Nach Angaben aus dem Verkehrsrechtsbereich ist rund ein Drittel aller Bußgeldverfahren fehlerhaft. Legen Betroffene Einspruch ein, werden etwa 12 Prozent der Fälle komplett eingestellt. In weiteren 35 Prozent wird die Strafe reduziert.
Der 15. April gilt als Haupttag mit besonders vielen Messungen.