03.11.2015

Buchverlosung: Gerd Müller - der Bomber der Nation

Als Gerd Müller am 7. Juli 1974 sein letztes Länderspiel-Tor schoss, lag sich das ganze Land in den Armen. 2:1 gegen die Niederlande. Deutschland war zum zweiten Mal Weltmeister. Dank eines typischen Müller-Tores; aus der Drehung, ebenso unspektakulär wie unhaltbar.

Dass er in der Nacht nach dem Finale angeblich aus Ärger über den DFB zurücktrat, ist eine jener Legenden, die dieses Buch aufklärt. Auch dass er den frühen Rücktritt bereut hat und nur auf einen Anruf des Bundestrainers gewartet hatte, ist kaum bekannt. Im Leben von Gerd Müller, der im deutschen Fußball fast alle Rekorde hält, die ein Spieler halten kann, gibt es viele Geheimnisse. Weil er die Öffentlichkeit nie gesucht hat, weil er sie gefürchtet hat – beinahe ebenso wie das Fliegen. Nach jeder geglückten Landung hat er der Kirche Geld gespendet, um dem lieben Gott zu danken. 100 Mark – jedes Mal.

Der FC Bayern kaufte ihn 1964 für 4300 Mark aus Nördlingen, weil er in einer Saison über 230 Tore geschossen haben soll. So begann eine der fantastischsten Fußballer-Karrieren aller Zeiten. Bayern München und der deutsche Fußball haben ihm zahlreiche Titel und weltweites Ansehen zu verdanken.

Den Fußballer Gerd Müller kennt alle Welt, der Mensch blieb stets ein Mysterium. Diese Biografie ist die erste, die seinen Lebensweg detailliert nachzeichnet und die auch erläutert, wie es dem an Demenz leidenden Bomber, um den sich seine Frau Uschi liebevoll kümmert, heute geht. Denn schon seit Spätherbst 2014 kann Müller seinem Job als Assistenz-Trainer des FC Bayern – zugleich seine Berufung und große Leidenschaft – nicht mehr nachgehen. „Es ist furchtbar. In den letzten Jahren kam er noch relativ regelmäßig an die Säbener Straße, ließ sich von den Physiotherapeuten behandeln, fuhr zu den Spielen der zweiten Mannschaft mit, dann aber kam die Demenz“, sagt der ehemalige Spieler, Manager und Präsident des FC Bayern Uli Hoeneß in dieser Biografie.

Neben Uli Hoeneß kommen sowohl weitere prominente Wegbegleiter wie Franz Beckenbauer, Sepp Maier oder Uwe Seeler zu Wort wie auch Mitschüler und Jugendfreunde. Mit ihrer Hilfe entstand das Bild vom Mann, der einst der „Bomber der Nation“ war.

Gerd Müller – der Bomber der Nation

Gebundene Ausgabe: 256 Seiten, 19,99 €
Verlag: Riva (12. Oktober 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3868837000
ISBN-13: 978-386883700


Elf überraschende Fakten über Gerd Müller

  • Gerd Müller absolvierte eine Berufsausbildung zum Weber, fiel daher aber alle zwei Wochen im Training aus, weil er im Schichtdienst auch Spätschichten übernehmen musste. Nachdem er nach Beendigung der Ausbildung nur noch Spätschichten übernehmen sollte, kündigte er, um weiterhin Fußball spielen zu können.
  • Im Sommer 1964 verpflichtete der FC Bayern München Gerd Müller dem rivalisierenden Verein TSV 1860 München sprichwörtlich vor der Nase weg. Der FC Bayern war schon länger auf Müller aufmerksam geworden, und als man mitbekam, dass dieser zu Hause Besuch von den Löwen erhalten sollte, schickte man kurzerhand zwei Offizielle, die einige Stunden früher in Müllers Elternhaus eintrafen. Als dann der Vertreter des TSV 1860 ankam, wurden diese schnell über den Hof ins Gasthaus gegenüber gebracht; Müller entschied sich für das Angebot des FC Bayern München und sagte den Löwen von vorneherein ab.
  • Sein erstes Spiel in der Bundesliga bestritt Müller als Rechtsverteidiger, weil er für den früh verletzten Adi Kunstwadl einspringen musste.
  • Ebendieses Spiel, ein Derby gegen TSV 1860 München, war im Vorfeld schon restlos ausverkauft Gerd Müller verschaffte zwei guten Freunden aus seiner Heimatstadt Nördlingen trotzdem Innenraum-Karten. Sein erster Trainer Kurt Tahedl und der Freund seit Kindestagen Helmut Wurm konnten das Spiel so von der Bayern-Ersatzbank aus verfolgen.
  • Gerd Müller lernte seine Frau Uschi, mit der er seit 1967 verheiratet ist, in einer Münchner Tchibo-Filiale kennen.
  • Im Sommer 1968 ließ der neue Bayern-Trainer Branko Zebec Gerd Müller trotz hoher Temperaturen immer mit zwei Trikots unter dem Trainingsanzug trainieren, damit dieser abnahm in der ersten Woche unter Zebec verlor Müller denn auch vier Kilo.
  • Müllers erste Schallplatte erschien Ende der 1960er Jahre unter dem Titel „Radada“.
  • Gerd Müller wurde aufgrund einer früheren Verletzung aus seinem dritten Länderspiel, eines doppelten Unterarmbruchs, bei der Bundeswehr ausgemustert.
  • Nach seinem Wechsel zu den Fort Lauderale Strikerstraf er in Florida auf einen weiteren deutschen Auswanderer, der ihn mit der neuen Umgebung bekannt machte. Hansi Last, besser bekannt als James Last, wird damit zu einem wichtigen Ansprechpartner vor Ort.
  • Von 1981 bis 1985 führten die Müllers gemeinsam mit einem befreundeten Ehepaar das „Gerd Mueller Ambry“, ein Steakhouse in Fort Lauderale. Auf der Karte standen neben amerikanischen auch bayerische Gerichte wie Rindsrouladen oder Zwiebelrostbraten; das Restaurant entwickelte sich schnell zu einem Magneten für deutsche Touristen und US-Fans des „Bombers“.
  • Gerd Müller leidet unter Flugangst während seiner Profikarriere steckte er sich nach jedem überstandenen Flug einen 100 Mark-Schein in die Brusttasche, um diesen später der Kirche zu spenden.

Die Verlosung ist beendet!


Teilnahmebedingungen: Teilnahme ab 18 Jahre. Mitarbeiter und Angehörige von Radio Arabella sowie den beteiligten Unternehmen dürfen sich nicht an der Aktion beteiligen. Ein Gewinnanspruch ist nicht übertragbar und kann nicht ausgezahlt werden. Wir verlosen fünf Exemplare Kalender. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeschluss ist der 10. November 2015, 12:00 Uhr.

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