Bernd Weißbrod/dpa
Katastrophenschutz 10.03.2026

Bundesweiter Warntag am Donnerstag: Sirenen und Handys schlagen Alarm

Markiert euch den Donnerstag, 12. März 2026, im Kalender: Um Punkt 11:00 Uhr wird es in Bayern unüberhörbar. Dann startet der landesweite Warntag, bei dem Behörden die Belastbarkeit der Katastrophenschutz-Systeme testen.

Achtung, Probealarm! Warum am Donnerstag in ganz Bayern die Handys schrillen

Digitaler Alarm: Das Handy als Lebensretter

Dank der Technik Cell Broadcast wird eine automatische Warnmeldung an alle Geräte verschickt, die in einer Funkzelle eingeloggt sind.

Zusätzlich werden Push-Nachrichten über bekannte Warn-Apps wie NINA, KATWARN oder BIWAPP versendet.

Die große Ausnahme: Stille in der Landeshauptstadt

Während im Rest des Freistaats Sirenen und Lautsprecheranlagen getestet werden, bleibt es auf den Dächern der Stadt München ruhig. Die Landeshauptstadt hat ihre alten Sirenenanlagen bereits vor Jahren ausgemustert. Die Begründung der Stadtverwaltung: Die Wartung sei zu teuer und digitale Kanäle (MoWaS) seien heutzutage deutlich effizienter, um die Bürger gezielt zu erreichen.

Wo es im Landkreis München trotzdem laut wird

Ganz anders sieht es im Landkreis München aus. Hier setzen viele Gemeinden weiterhin auf den klassischen „Weckeffekt“ der Sirenen. In folgenden Orten wird am Donnerstag um 11:00 Uhr der einminütige, auf- und abschwellende Heulton zu hören sein:

Der Zeitplan für Donnerstag

Warum das Ganze?

Regelmäßige Tests sind kein Selbstzweck. Spätestens seit der Flutkatastrophe 2021 ist klar, wie entscheidend Sekunden im Ernstfall sein können. Der Warntag hilft dabei, technische Schwachstellen aufzudecken und die Bevölkerung mit den Signalen vertraut zu machen.

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